Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
263
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2 Buch, 6 Kap. 263

Stadt Valencia im großherzoglichen Museo zu Flo-renz/ die mit den schönsten Münzen von Groß-griechenland verglichen werden können. Ihre Mün-zen in Sicilien gepräget sind so auserlesen/ daß siesich von den besten griechischen Münzen dieser Artnur durch die punische Schrift unterscheiden; und

1) , lettr. num. 63. p. 2iZ.

Ich halte sie für Arbeiten eines griechische» Kunst»lers. Fea.

2) Die Akademie i» Cortona besizt etliche karthaginensischeMünze» von Bronze, und zwei von Silber. Fea.

Z) Allerdings sind die karthaginensische» in Sicilien gepräg'ten Münzen sehr schon, und siehe» den besten griechi-schen kaum nach. Es wäre aber mißlich, dieselbe» fürKunstvroducte der Karthaginenser selbst zu halte», u»dsie als Maßstab des Geschmaks dieses Volks axsehe» zuwolle». Den aller Wahrscheinlichkeit nach werden dieStemvel zu diesen Münzen, in Sicilien uud von Grie-chen verfertigt worden sein. Wäre dieses nicht der Fall,so müßte sich wenigstens etwas Eigentümliches im Ge-schmake, in der Arbeit u. s. w. nachweisen lassen. Abersie sind, ivie Wiuckelnian selbst bemerkt, blos durchdie vunische Schrist Vo» den scho»e» griechischen Mün-ze» uutcrschiede». Ferner müßte» auch noch vortreflicheDcnkmale anderer?lrt karthagi»e»sische» Ursprungs, oderwenigstens Nachrichten von solchen vorhanden sein; deiles ist wo nicht unmöglich, doch höchst uuwahrfcheinlich,daß unter den Karthagincnser» so ausserordeutlich geschik-te Stemvelschneider, und hingegen weder Bildhauer, nochGießer, noch Maler von Bedeutung sollten gewesen sein.Der von Pausanias erwähnte Boethus ka» hier nichtin Betrachtung kommcn, den er wird in Griechenlandgelebt, im Geschmake der Griechen gearbeitet, und vondenselben die Kunst erlernt haben. So sind auch unteruns, »och vor Kurzem, ein isländischer Landschastnialerund ein Zeichner vo» kalmükifcher Herkunft ^Feodorin Karlsruhe I rühmlich bekaiit geworden, ohne daßdarum die Kunst in Island oder bei den Kalmüke»blühet. Meyer.