Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
248
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2/Zz Geschichte der Kunst.

Arbeit in die Tafeln hineingemeißelt worden. <)Auf dem einen Stiike erscheinet das Obertheil einerFigur in Lebensgröße bis über die Schulter»/ an wel-cher man, anstatt des MenschenkopfeS / einen langenHals und Kopf eines Vogels siehet/ auf welchem sichoben ein Schöpf von aufwärts stehenden Federn er-hebet / und dessen langer Schnabel sich an der Spizekrümmet. Diese Figur scheinet demohngeachtet ihrenmenschlichen Kopf zu haben/ doch so/ daß derselbemit einer gewöhnlichen ägyptischen Haube/ von wel-cher zween Streifen bis auf die Brust herunterhän-gen/ gänzlich bedeket ist/ und daß der Hals undder Kopf des Vogels sich in die Höhe erheben / umdas Gesicht der Figur zu bedeken. Man kan sichvon dieser Gestalt einen deutlichern Vegrif machen/aus einer Figur der fogenanten «fischen Tafel zuTurin/ welche der unsrigen völlig ähnlich ist/ undich glaube daher/ daß zwo ähnliche Figuren/ die aufder ersten Mumie/ welche Alexander Gordonbeschrieben hat/ genialer sind/ keinen geraden Schna-bel / wie ihn das Kupfer bildet / sondern vorn nachunterwärts gebogen haben. ES irret also dieserScribent mit dem Pignorius/ wen er den Kopfdieses Vogels für einen HbiS oder Storch hält/als welcher keinen gekrümmeten Schnabel bat. Manhat mir gesaget/ eS sei ein afrikanischer Vogel/Akaviak genant/ welches ich den Naturkündigernzu entscheiden überlasse. Dieses hier beschriebeneWerk ist augenscheinlich aus der ältesten Kunst derÄgypter. Ich bin hingegen zweifelhaft über ein un-gemein ffeissig ausgearbeitetes kleines mänlicheSBrustbild von etwa einen halben Palm hoch/ initeinem Barte/ und aus einem weissen Marmor/ den

t) lJn den Denkmale» Numero 76.Z

z) Hlcns. Isiac, x> 40.