Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
244
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s-54 Geschichte der Kunst.

reichet?) die Vertiefungen aus dem Gröbsten heraus-gebracht worden/ muß nachher alles mit Schmirgelgezwungen werden / welches Reiben und Schleifenvon neuem mehr als ein Zahr erforderte; den meh-rere Künstler können nicht füglich zu gleicher Zeitan eben der Statue arbeiten. Da nun ein Werkaus diesem Steine unendliche Zeit und Geduld er-fordert/ so muß es uns befremden/ daß sich gefchiktegriechische Knustler gefunden/ die sich dieser Peinund langen Weile unterworfen/ in welchen der Geistgefesselt ist/ und die Hand sich ermüdet/ ohne dasAuge mit einigem Fortgange der Arbeit zu unter-halten und zu belustigen. Um mich aber noch deut-licher über die angezeigete Bearbeitung dieses Steinszu erklären/ so geschiehet dieselbe auf folgende Weise.Die erste Hand/ wie man zu reden pfleget/ wirddemselben mit langen und stangenförmigcn Eisen/die vierekicht zugespizet sind/ gegeben/ welche man5ukl,i<- nennet/ wodurch unmerklich kleine Stükeabspringen. Hieraus/ wen das Gröbste abgetriebenist / fängt man an mit hammerförmigen schwerenEisen/ die an beiden Enden spizig sind / zu hauen/und endlich nach Vollendung dieses zweiten Gangeswerden andere eben so geformete Eisen genommen/die aber eine breite Schärfe haben/ und mit diesenWerkzeugen übergehet man die Arbeit einigemal/ bisman znlezt zum Schleifen schreiten kan. Auf eben"diese Art werden Statuen und Säulen verfertiget,-und die Künstler arbeiten insgemein mit einer be-sonderen Art Brillen/ um die Augen vor demfeinen Staube/ welcher davon abflieget / zu verwah-ren. Auf gleiche Art berfähret man mit der foge-naiiten ägyptischen Vreccia/ die jedoch nicht iirallen ihren Theilen gleich hart ist.

Ausser dem rot kett und grünen Porphyr, gibt