Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
243
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2 Buch/ 4 Kap.

wie die Lava entstanden/ so folget aus der obenangeführeten Cntdekung des Porphyrs im Graniteund in der Lava/ daß auch der Porphyr auf glei-che Art erzeuget sei/ und daß folglich/ wo schönerGranit gesunden wird, auch Porvhyr zu suchen/ und ge-funden worden sei; und so läßt sich mit großer Wahr-scheinlichkeit schließen/ daß/ da der schönste Granitaus Ägypten gekommen/ auch in diesem Lande Por-phyr wachse. Eben die Gebirge/ welche rothenPorphyr hervorbringen/ müßen auch den grüne» uudweit seltenern Porphyr geben/ da sich Adern undgroße Stüke von dieser lezteren Art an Statuen,Säulen und in Tafeln von jenem sinden. An einerStatue von rothem Porphyr in der Villa Medicis/welche einen gefangenen König vorstellete/ bemerke «man ein großes Stük grünen Porphyrs auf der lin-ken Schulter desselben. Tafeln dieser Art beßndensich in der Kirche S. Lorenzo/ in dem Fußbodender Kirche S. Maria Maggiore/ in dem soge-nanten königlichen Saale (»->1» regis) des vati-canischen Palastes/ in der Villa Borg h esc und indem Palaste Laneelloti. Den deutlichsten Be,weis aber von dem Vaterland- des Porphyrs gibtein ungemein harter Stein von derjenigen Art/ dieman Breecia nennet/ und von dem weiter untengehandelt wird.

K 17. Der Porphyr kan/ wegen seiner unbän-digen Härte/ nicht wie der Marmor mit dem Mei-ßel t-valiiollo) oder mit der Schärfe eines breitenWerkzeuges bearbeitet werden/ sondern will mit Pik-eisen/ welche zugesvizet sind/ allgemach und mit gro-ßer Geduld gehämmert sein/ bei welcher Arbeit vonunmerklichcm Fortgange dennoch bei jedem SchlageFcuerfunken aufspringen; wen nun endlich nach un-zählbarem wiederholeten Piken (so daß zu Endiguuzeiner bekleideten Statue ein einziges Jahr nicht zu-