2^2 Geschichte der Kunst.
schrieb mir derselbe/ daß er i» den Trümmern sästunzähliger Städte nur hier und da wenige Stük-chen von diesem Steine gesehen habe/ auf der gan- ,zen Reise aber von Cairo bis nach dem Berge Si-nai finde sich keine Spur desselben. Auf demeinzigen St. Katharina berge, welcher noch eineStunden WegeS hoher ist/ erzeuget sich/ nach dessenAngabe/ dieser Stein. Man bemerke den Porphyr,wie eben derselbe schreibet/ nachdem man drei Vier-telstunden gegangen ist/ es sei derselbe aber nichtvon der besten Gattung: den das Rothe sei vielHeller als der Porphyr, welcher häufig in Rom ist,und das Weisse sei nicht geschlossen genug, so daßsich in den weissen Körnern Löcher zeigen. DieVermischung des Weissen und des Rothen sei denSteinen ähnlich, auf welchen figurirte Pflanzen sind.Diese pflanz« oder strauchmäßige Art höre auf, wenman den halben Weg dieses hohen Berges zurükge-leget habe, und er fange an, dichter, und von besse-rer Farbe zu sein, als er unterwärts war; dennochaber sei derselbe nicht mit dem schönen Porphyr zuvergleichen. Spuren von Steinbrüchen aber hatdieser Reisende auf dem ganzen Berge nicht ent-deket. Endlich haben wir das Zeugniß des Aristi-deS vor uns, 2) welcher ausdrüklich saget, daß derPorphyr aus Arabien gekommen sei/ und man müßtealso hieraus schließen, daß die Ägypter sowohl, alsvornehmlich die Römer, welche leztere den Porphyrhäufiger verarbeitet/ diesen Stein in den arabischenGebirgen brechen haben lassen.
Z. 16. Wen man nun annimt/ daß der Granit
j) Der Verfasser der vouvesu voz-->g-- 6« Qrtce, ><-».
9, p. zZ versichert, zu Rosetta Säulen und andere Stiike >
aus diesem Steine gesehen iu haben. Fea.
2) vrsl, x.