Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
241
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2 Buch/4 Kap.

würfe dieser Gebirge ansehen, so wird wahrschein-lich/ daß der dortige Granit sowohl/ als der Granitanderer Lander/ durch feuerspeiende Berge erzeugetsein müße.

K. i4. Dieses führet uns nachher zu der Erzeu-gung des PorphyrS/ weil aus dem/ was ich anfüh-ren werde/ klar ist/ daß dieser Stein auf gleicheArt wie der Granit entstanden sei. Den HerrDeSmarest/ ein erfahrener Naturkiindiger/ undAufseher der Manusacturen in Frankreich/ hat ineinigen Gebirgen dieses ReichS/ sonderlich auf einemBerge unweit der Stadt Aix in der Provence/ ro-then Porphyr entdekct/ doch nur in kleinen Stüken,die in dem Granite/ wie in der Mutter/ eingeschlos-sen waren; und eben so entdekct man in vielenEtüken der Lava des VesuviuS große Fleken vondem feinsten schwarzgrünlichcn Porphyr; ja man ver-sichert/ daß sich rother Porphyr in den Gebirgenvon Dalecarlien in Schweden finde, l)

§. 15. Daß der Porphyr kein ägyptischer Steinsei/ köilte auch aus der Seltenheit ägyptischer Figu-ren von diesem Steine gemuthmaßet werden; denwährend meines Aufenthalts von mehr als zwölfJahren in Rom hat sich nur ein einziges Stük ei-ner kleinen ägyptischen Figur von rothem Porphyr/und mit Hieroglyphen bezeichnet/ gefunden/ welchesdurch gedachten Herrn DeSmarest aus Rom/ woeS bei einem Steinmezen lag/ in das Museum derAltertümer zu Paris versezet worden. Diesen Zwei-fel bestärkcte auch die Nachricht des Herrn Worth-ley Montague/ daß man in Unterägyptcn (dennach Oberägypten erlaubeten die gegenwärtigen Un-ruhen daselbst diesem gelehrten Reisenden nicht zugehe»/) sehr selten ein Stük Porphyr finde. ES

l) WsIIcr. t. l. S. ?o. p> igl.

Winckelmaü. z. 11