Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
227
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2 Buch, 4 Kap. 227

§. 5. Wen ich abcr behaupte/ daß die eigent-lichen ägyptischen erhobene» Werke nur allein inErzt gearbeitet worden: so weist ich sehr wohl/ daß^ sich erhobene Arbeiten in ägyptischen Steinen finden,wie die gedachten Kanopen von grünlichem Basaltesind. ES erinnere sich abcr der Leser/ dag ich die-se Arten von Figuren unter die neueren Nachah-mungen gesezet habe/ die zu der Römer Zeit gcma-chet worden sind. Man könte mir hier das Ge-gentheil anzeigen wollen/ an einem weiblichen Kopsein weissem Marmor/ von der ältesten ägyptischenKunst/ welcher auf dem Campidoglio an der Woh-nung des Senators eingemauert stehet/ weil dersel-be nicht nach ägyptischer/ sondern nach grie-chischer Art erhoben/ gearbeitet scheinet. Betrachtetman aber diesen Kopf durch ein gutes Fernglas/so entdeket sich, daß von einem größeren Werke die-ser bloße Kopf übrig geblieben ist / welchen man in» neueren Zeiten auf eine Tafel von Marmor gesezethat, so daß derselbe ehemals ebenfalls innerhalb desMarmorS/ worin er gearbeitet worden / erhoben ge-wesen sein wird. ^)

5) Der Engländer Vures in Rom besaß das Fragmenteines etwa drei Zoll hohen, einen halben Zoll diken undwenig mehr alS drei Zoll breiten Basre!ie>s aus ägypti-schem Alabaster, worin der Künstler zwei gelbe Flekenbenuzte, um zwei Affen darzustellen; die daraus benndü-chen Hieroglyphen sind jenen an den Abraras ähnlich.Wahrscheinlich ist es eine ägyptische Arbeit aus der s»ä-ter» Zeit. F e a.

2) Winckelmans Vermuthung wird auch von Fea sür gül-tig anerkailt, nach Anzeige >ines unter dem Kinne diesesKopses noch übrig gebliebenen Stüks der alten Grund-fläche, welche concav gewesen zu sein scheint Die Um>» gebung von moderner Arbeit bestehe übrigens nicht aus

M a r m o r, sondern nur aus Stueco. Me» er.