Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
226
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226 Geschichte der Kunst.

Zsis des zweiten ägyptischen Styls im MuseoEapitolino, an einem Kopfe in der Villa Alba-ni und an einem andern abgebrochenen Kopfe inder Villa Altieri siehet. An einem Kopfe nebstder Brust in dieser lezten Villa sind die Augen anseinem verschiedenen Steine so genau eingepasset, daßsie hineingegossen scheinen und an einem andern Ko-pfe der Villa Albani ans dem schönsten röthlichenund kleinkörnichten Granite bemerket man Augäpfelmit spizigen Eisen geendiget/ und nicht/ wie derKopf selbst, geglättet.

z. T'il iibrigsn der ägyptischen Bild-

hauerei bestehen in Figuren, die eingehauen undzugleich erhoben sind; das ist: sie sind erhoben anund vor sich selbst, nicht aber in Absicht derWerke / worin sie gearbeitet sind: den sie liegen in-nerhalb der Fläche derselben. Arbeiten aber, diewir erhobene nennen/ wurden von den Künstlerndieser Nation nur in Erzt gemachet/ deren Formund Guß dieselben bildete. Von dieser Art Werkefindet sich ein Wassergefäß, oder Eimer mir einemHenkel, welches bei den Opfern gebrauchet wurde,und bei den römischen Scribenten, wo diese vonägyptischen Gebräuchen reden, Situla heisset,von demjenigen aber, der es zuerst bekant gemachethat, irrig für dasjenige angegeben worden, welchesVavvus laccili genennct wird.^) Der nachherige Be-ider dieses Gefäßes, der berühmte Graf CayluS,hat solches beschrieben, 2) und ich werde nnten vondemselben zu reden Gelegenheit habend)

1) Hlai'tin, eiplic. lliv. man. sinA. reliA. «ZesZ. 4. x

2) recuLÜ t. 6. pl. 12.x. 4v.

Z) 4 K. 2! §.Z