2 Buch, 3 Kap. 2t9
den. Von dem Alter dieser Werke kan man theilsaus der Zeichnung, theils aus der Arbeit, und nichtweniger ans dem Mangel der Hieroglyphen schließen.Die Zeichnung sonderlich des Kopfs der Kanopenist völlig im griechischen Style; die erhobenen Fi-guren ans dem Bauche aber sind Nachahmungenägyptischer Figuren; die Arbeit derselben ist erhoben,und solalich nicht von ägyptischen Künstlern gema-chet/ deren erhobene Figuren innerhalb der Flächedes Steins liegen, in welchen sie gehauen sind. >)Z. 16. Unter den geschnittenen Steinen sind allediejenigen Scarabäi/deren hohe/ gerundete Seiteeinen Käser, erhoben geschnitten, die flache abereine vertieft gearbeitete ägyptische Gottheitvorstellet, von späteren Zeiten. Die Scribenten,welche dergleichen Steine für sehr alt halten, 2) ha-ben kein anderes Kenzcichen vom hoben Altertume,als die Ungeschiklichkeit, und von ägyptischer Arbeitgar keines. Ferner sind alle geschnittene Steine mitFiguren oder Köpfen des SerapiS und AnubiSvon der Römer Zeit, unter welchen SerapiS nichtsÄgyptisches hat, sondern der Pluto der Griechenist, wie ich in der Folge beweisen werde; und mansaget auch, daß der Dienst dieser Gottheit aus
t) Da von Kanoven geredet wird, so -st es Vielleichtder schicklichste ört, anzumerken / daß im Museo Pio>Clenientino ein großer Kanovus von kostbaremweißlichen Alabaster stellt, dessen Bauch jedoch mit kei-nen in Basrelief gearbeiteten Figuren, sondern mir ge-wundenen Cannellirungeu verselien ist. Ein kleiner vongebranter Erde mit ganz glattem Bauche, nebst dem Kovseoder Dekel von einem andern, ebenfalls aus gebranterErde, befindet sich in der Samlung eamvanifcher, lietru-tischer und anderer Gesäße bei der florentinische» Gale-rie. ?75ener.
2) X-Ittcr. Ziici-r, z.