2 Buch/ 2 Kap.
ß. 2^. Eine andere besondere Tracht war dieeinzige Loke/ welche man an dem beschorenenKopfe einer Statue von schwarzem Marmor im Cam-pidoglio auf der rechten Seite/ an dem Ohr hän-gen siebet;') welche Starue als eine ägyptische Nach-ahmung unten angeführet wird: diese Loke ist we-der in dem Kupfer/ noch in der Beschreibung der-selben/ angezeiget. Von einer solchen einzigen Lotean dem beschorenen Kopfe eines HarpokrateShabe ich in der Beschreibung der st o s ch i s ch c ngeschnittenen Steine geredet/ wo ich zugleichdiese Merkwürdigkeit an einer anderen Figur ebendieser Gottheit/ die der Grav CayluS bekant ge-
» machen zu mühsam geweseil wäre. Umher gebet i>a,„ wo der Haarwuchs auf der Stirne ansängt, ein Band„oder Diadema, welches vorne auf dem Kopfe gebun-„ den ist. Mit diesem Haarpuze kan ein weiblicher Kopf„ im Profile ron erhobener Arbeit verglichen werden,„ welcher aus dem Campidoglio, aussen an der Wohnung„ des Senators ron Rom, unter ander» Kopsen underhobenen Arbeiten eingemauert ist Die Haare des->, selben find in viel hundert Loten geleget vorgestellet.„ Ein ähnlicher Aussaz beim Poeocke (I. c, x, 21z.),„ dessen innere Seite glatt ist, bestätiget meine Mei-„ n»ng; hier zeiget sich, was wir izo nennen dasNez,„ woraus die Haare genährt sind. Ich weiß also nicht,„ ob ein solcher Aussaz an einer ägyptischen Statue im1, Campidoglio aus Federn gemacher ist, wie in der Ve>„ schreibung (Aus. Loxiilil. t. Z. wv. derselben sron>, Vottari^I angegeben wird. Da es gewiß ist, daß^ den Karthaginiensern ?lrissä;e von fremde» Haarenbekant wäre», welche Hanilibal (k>ol)l>. I. Z.„ p. 229 in lilie. I^iv. !. 22. c. I.) auf sciuem Zuge1, durch das Land der Ligurier trug, so wird der Ge-1, brauch derselben bei den Ägyptern auch dadurch wahr-„ scheinlich. " M e iz e r.
») HIuz Laxltol. t. z. tav. 82.