tvo Geschichte der Kunst.
machet, angezeiget habe;l) der stoschische geschnit-tene Stein aber ist in meinen alten Denkma-len in Kupfer gestochen beigebracht.^) Durch dieseLoke wird MakrobiuS erkläret/ welcher berichtet,daß die Ägypter die Sonne mit beschorenemHaupte vorstelleten, ausser einer Loke auf der rech-ten Seite an deren Haupte. Wen also Cu-
1) , rcc. <I'anti<z, t. 2. .s. n. 1.
2) lNnmero 77-^!
Jene St.,tue von grauem Marmor mit der einzelnenLoke, ini M u fe 0 Cavit 0 liu 0 / niag den Harv 0 kra-te§, von dem «ich mehrere ähnliche Statuen finden,(iVIoi'tsiiuc. .iiitits. <?xpl t. 2. c. pnil. >^9cti2Z)oder einen Priester desselben vorstellen, so wie die zweiBronze im Collegio des h. Jgnaz. Visconti
(lvlu?. I^io - <>1^11,. t. Z. ji. nvl. c. p. gibt
von einem beinahe einen römischen Palm hohen Brust-bilde mit silbernen Augen und mit einer solchen Loke,welches er selbst besaß, Nachricht und Abbildung (l^>v.29z.). Es scheint in Italien gearbeitet und über einemA l »> 0 feu kä si ch e n / oder wie man sich vielleicht deut-licher ausdrüken würde, üvserstoke angebracht gewe-sen zu sein. Den oben aus dem kahlen Haupte befindetsich eine üsnnng ohngesähr wie an Sparbüchsen, wohinein die milde Gabe gelegt werden konte, die hier-aus in das wahrscheinlich unter dem Brustbilde ehemalsbefindliche Kästchen fiel. Da Visconti an seiner Bronzeferner noch die Bemerkung gemacht/ daß ein Auge be-trächtlich kleiner ist als das andere/ und überdem die-selbe ganze Seite des Gesichts wie zusammengezogen nndeingeschrumvst aussieht/ welcher Umstand sich, auch aneiner ähnliche»/ jedoch ein weibliches Brustbild darstel-lenden/ Von Caylus (recncil, l. l. tov. 61. n. 1.) be-kaut gemachten Bronze finden soll: so vermnthet er deß-wegen/ es sei dieses nicht etwa ein zusälli ,er Fehler desKunstwerks/ sondern deute auf gewaltsame Verstümme-lung des einen Auges/ die gewissen Priestern im Alter-tume auferlegt war. Es lohnte sich wohl der Mühe/ zu