Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
192
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t92 Geschichte der Kunst.

eben die Art werden bekleidet gewesen sein; unddieses scheinet um so glaublicher/ da selbst der Bild-hauer Franz Maratti von Padua, welcher diecapitolinischen Statuen ergänzet hat, gedachten Vor-sprung/ wodurch allein die Kleidung an denselbenkentlich ist/ nicht bemerket/ wie ich aus den sauberausgeführeten Zeichnungen ersehe/ die dieser Künstlerdem Pabste Clemens XI. überreichet bat. Ebendiese Bemerkung über die Bekleidung einer sizendenIsis machet Pococke/ welche/ ohne einen hervor-springenden Rand über die Knöchel des Fußes/ fürganz nakend zu halten wäre; daher er sich dieseBekleidung als ein feines Nessel tuch vorstellet/wovon noch izo die Weiber im Orient/ wegen dergroßen Hize/ Hemden tragen.

K. 19. In einer besonderen Art ist die vorherangeführete sizende Figur in dem Palaste Barbe«rini gekleidet: eS erweitert sich der Rok von obenbis unten/ wie eine Gloke/ ohne Falten; man kansich davon aus einer Figur/ welche Pococke bei«bringet/-"') einen Begrif machen. Eben auf dieseArt ist der Rok einer weiblichen Figur von schwärz-lichem Granite/ drei Palmen hoch/ in dem MuseoRolandi zu Rom gemachet; und weil sich der-

1) Ilervllot, I. 2. c iZn.

2) Ei» Gleiches wurde man von einige» Priestern, welckeeine kleine Barke mir ei»er ägvxtischen Figur trage», andem Basrelief des Grabmals des Osymandue, sagenkönnen, t-ili. 42, p, ivg.) Kaum bemerkt manbei iliuen einen hervorspringenden Nand an den Arme»und den Schienbeinen. Fea.

Z) l'sli. 76, p, -64.

/«) Dieses einst durch viele Seltenheiten iir- jeder Gattungso berühmte Museum R 0 l a n di - ?Z!a g n ini, ist durchinehrere Ereignisse fast gänzlich zerstreut. (Venuu sccu-