178 Geschichte der Kunst.
oder dem Osiris/ mehr als eine Farbe gaben; unddie blaue Farbe sollte die Sonne andeuten/ weil die-selbe uuter unserem Hemisphärio ist. Der Zlnubisvon weissem Marmor/ im Campidoglio/ ist keinWerk ägyptischer Kunst, sondern zur Zeit des KaisersHadrianus gemachet.
§. t-j. Strabo/^) nicht DiodoruS/ welchenPococke angibt / berichtet von einem Tempel zuTheben/ dafi innerhalb desselben keine menschlicheFiguren, sondern blos Thiere gesezet gewesen/ unddiese Bemerkung will Poeocke auch bei andern da-selbst erhaltenen Tempeln gemachet haben. DieNachricht des Strabo scheinet der Grund des War-burtons zu sein/ die göttlichen Figuren der Ägyp-ter mit dem Kopfe eines Thieres für älter zu halten/als diejenigen , welche ganze menschliche Figuren sind.ES finden sich jedoch izo mehr ägyptische Figuren / dienach ihren beigelegeten Zeichen Gottheiten scheinen/in völliger menschlicher Gestalt/ als mit dem Kopfeeines TbiereS / vorgestellet/ wie dieses unter anderndie bekante isische Tafel in dem Mufeo des Kö-nigs von Sardinien beweisen kaij; und die Statuenin welchen die menschliche Gestalt nicht verstellet ist/
2) Mus. Oapil.oI. t. Z. tav. 65.
Z) 1^.. 17. p. 1169.
4) Oescrij)!.. of tke Hast. kook. 2. 4. p. 65.
Pococke citirt auch den Strabo bei dieser Gelegen-heit/ so wie den Diodorns bei einer andern. Nur indem Innern des Tempels hatte Strabo keine menschlicheFigur gesehen/ wohl aber in den Vorhofen. So ist auchOrigenes (contra Ol?!«:. Z. 6. n. 60. p. 69Z.) undClemens ?l ler an drin us (pcecl.iA. I. 2. c. 2. prnic.)
zu verstehen. Fea.
Man vergleiche Creuzers iüoinmcnt. Ilc-roclou ?»5o. i5i. ZZo. Z55. SiebeliS.