1 Buch/ 3 Kap. t29
je trokener der Boden / und je Würmer der Himmelist/ desto stärkeren Geruch haben.
§. 12. Es' findet sich also die hohe Schönheit,die nicht blos in einer sanften Haut/ in einer blü-henden Farbe/ in leichtfertigen oder schmachtendenAugen- sondern in der Bildung nnd in der Formbestehet/ häufiger in Ländern / die einen gleich güti-gen Himmel genießen. Wen also nur die Ztaliänerdie Schönheit malen und bilden können/ wie einenglischer Scribent von Stande saget: so lieget inden schönen Bildungen des Landes selbst zum Theilder Grund dieser Fähigkeit/ welche durch eine an^schauliche tägliche Betrachtung hier leichter erlangetwerden kan. Unterdessen war die Schönheit auchunter den Griechen nicht allgemein/ und Cottabeim Cicero saget/ daß zu dessen Zeit unter derMenge junger Leute zu Athen nur einzelne wahr-haftig schön gewesen.
K. Das schönste Geblüt der Griechen, son-derlich in Abficht der Farbe/ muß unter dem ioni-schen Himmel in Kleinafien gewesen sein/ wie Hip-pokrareS und Lucianus bezeugen;^) und einanderer Scribent/ um eine mänliche Schönheitmit einem Worte auSzudrükeil/ nennet dieselbe einejä nische Gestalt. ES ist auch noch izo diesesLand fruchtbar in schönen Bildungen/ nach demBerichte eines aufmerksamen Reisenden des sechze-hnten ZahrhundertS/ welcher die Schönheit desweiblichen Geschlechts daselbst/ die sanfte und milch-wcisse Haut/ und die frische und gesunde Rothe
1) ?Iin. I. 21. c. 7. sect. lZ.
2) I)e nat. Ocor. I. 1. c. 2ö.
Z) aere, ac^uis. scct. 2. priae.
iinüA. §, >5. 11. 40.
4) ^is. LI>i^50»t. or.it. Z<>. p. -jZq.