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3 (1825)
Entstehung
Seite
127
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1 Buch, 3 Kap. ^27

heutigen Einwohner dieses Landes hingegen sind inder Faulheit eingeschläfert/ und suchen nur zu le-ben/ nicht zu arbeite»/ welches den starken Ansazihrer Körper verursachet.

§. 9. Eben diese Betrachtung lässet sich überdie heutigen Griechen machen. Den nicht zu ge-denken/ daß ihr Geblüt einige Jahrhunderte hindurchmit dem Samen so vieler Völker/ die sich unterihnen niedergelassen haben/ vermischet worden: istleicht einzusehen/ daß ihre izige Verfassung/ Erzie-hung/ Unterricht/ und Art zu denken auch in ihreBildung einen Einfluß haben könne. Bei allendiesen nachthciligen Umständen ist noch izo das heu-tige griechische Geblüt wegen seiner Schönheit be-rühmt; worin alle aufmerksame Reisenden überein-stimmen; und je mehr sich die Natur dem griechi-schen Himmel nähert/ desto schöner/ erhabener undmächtiger ist dieselbe in Bildung der Menschen-kinder.

Z. 10. ES finden sich daher in den schönsten Län-dern von Italien wenig bald entworfene/ unbestiniteund unbedeutende Züge des GesichtS/ wie häufig jenseitder Alpen; sondern sie sind theils erhaben/ theilsgeistreich / und die Form des Gesichts ist mehrentheilSgroß und völlig, und die Theile derselben in Über-einstimmung. Diese vorzügliche Bildung ist so au-genscheinlich/ daß der Kopf des geringsten Mannesunter dem Pöbel in dem erhabensten historischen Ge-mälde könte angebracht werden/ sonderlich wo betageteMänner vorzustellen sind. Und unter den Weiberndieses Standes würde eS nicht schwer sein/ auchan den geringsten Orten ein Bild zu einer Junozu finden. Der untere Theil von Italien / welchermehr als andere dieses Landes einen sanften Himmelgenießet/ erzeuget Menschen von prächtigen und starkbezeichneten Formen/ welche gleichsam für die Bild-