i2>i Geschichte der Kunst.
zu bleiben in Kindern und Enkeln/ ob sie gleichin anderen Ländern, wohin ihre Familie versezetworden / gezeuget sind.
§. 6. Hier begreifet nun ein jeder aus der be- 'kanten zeitigern Reife und der Pubertät der Jugendin warmen Ländern, wie kräftiger die Wirkung derNatur daselbst in Vollendung unseres Geschlechtssei; und es kail das Feuer in der lebhafteren Farbeder Augen, die hier mehr braun oder schwarz.ist,als unter einem kalten Himmel, die vorzügliche Bil-dung denen, die diese Untersuchung nicht machenkönnen, wahrscheinlicher darthun. ES offenbaret sichdiese Verschiedenheit sogar in den Haaren des Haup-tes und des Bartes, und beide haben in warmenLändern einen schöneren Wnchs bereits von der Kind-heit an, so daß der größte Theil der Kinder in Ita-lien mit schönen krausen Haaren geboren wird; unddiese erhalten sich also im zunehmenden Alter. Auchalle Bärte werden lokicht, völlig, und schön gewor- ^fen, die insgemein an Pilgern, die von jenseit derAlpen nach Rom kommen, wie ihr Haupthaar steif,straubicht, ungekräuselt und zugespizet sind; so daßeS schwer sein würde in den Ländern dieser privile-girten Müßiggänger einen Bart zu erzeugen, wiewir an den Köpfen der alten griechischen Philoso-phen sehen. Dieser Bemerkung zufolge haben diealten Künstler die Gallier und Celten mit gleich-imSgehendeii Haaren gebildet, wie sich an verschiede-nen Denkmalen, sonderlich an zwo sizenden Sta-tuen gefangener Krieger dieser Völker in der Villades Herrn Kardinals Alexander Albani, zei-get. Bei Gelegenheit dieser Anmerkung über die
l) Man findet sie vorgestellt bei Fea (l. >, t->v, 2—,?,)und die Kopse allein, auf welche W i n ek el m a iiS >Bemerkungen hauptsächlich zielen, da das übrige an