Geschichte der Kunst.
§. 2t. Ausser diesen Gefäßen von gemeinemGlase wurde dasselbe gebrauchet, die Fußböden derZimmer damit zu belege»; und hierzu wurde nichtallein Glas von einer einzigen Farbe aenommen/sondern auch nach Art des Musaico zusammengese-zeles Glas. Von der ersteren Art von Fußböden habensich in gedachter farnesi sehen Insel die Spurenin Glastafeln gefunden/ die von grüner Farbe,und in der Dike mittelmäßiger Ziegeln waren.
fchrift herum: vivxs »mi-ris eine gewöhn-
liche Gesundheit, welche »ach Buonarroti (OüLi-va-
x, -i2.) die Alten auf solche Glasschale» zu se;en pfleg-ten, Die gedachte Schale hat weder Fuß noch Basis,wie bei vielen alten Schalen der Fall ist; um sie hin-zustellen , war daher ei» in der Mitte hohles Gestelle nö-thig, welches man »ante; (Luon^rroti >. c.x. 212.) l Bei P a u sa n i a s X, >6, >. heißt es
Siebelis.^ Die Buchstaben der In-schrift sind von grüner Farbe; das Nez ist himmelblau;Seide ziemlich glänzend. Der Becher hat die Farbe desOvals, d. h, eine Mischung von Roth/ Weiß, Gelb undHimmelblau, wie die lange Zeit unter der Erde gelege-nen Gläser zu sein pflegen Es wäre indessen möglich,daß der Künstler selbst dem Glase diese Farbe gegebenliätte, wie es zuweilen geschah, um aus Glas falscheEdelsteine zu machen, (plin. I. Z7. c. 6. sect. 22.I. ZS. c. lg. scci. 67.) Zuverläßig sind an dieser Schaleweder die Buchstaben noch das Nez auf irgend eine Weifeangelöthet, fondern das Ganze ist mit dem Rade auseiner festen Masse Glafes aus dieselbe Weise wie bei dei»Cameen gearbeitet. Die Spur des Rades nimt mandeutlich wahr. Von dieser Art, das Glas zu bearbeiten,redet Plinius, (I. Z6 e. 26. 5«ct. 66.) Die StadtSidon machte sich vorzüglich durch solche Arbeiten be-rühmt. Amoretti
»Die Schale findet sich, so groß als sie wirklich istiunter den Abbildungen ?lum. 22.)
z) ?Iia> !. Z6. c. 2Z. scct. 64. ct Narckuiu, sü k. !. Le-