Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
113
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1 Buch, 2 Kap. "z

fand sich in einem Grabe bei Pozzuoli. Ein klei-neres Gefäß eben dieses Musei wurde im Monate-October U67 bei Cuma, mit Asche angefüllet/ ineine bleierne Kapsel eingesezet gefunden; das Bleiaber wurde von dem / der es fand/ zerschlagen undverkaufet. Von einigen hundert Centnern zerbroche-ner Scherben gewöhnlicher Gefäße/ die in der foge-nanten far n e sische» Hnsel/ neun Miglien ausserRom/ auf dem Wege nach Viterbo auSgegrabenund an die römischen Glasfabriken verkaufet worden,sind mir einige Stüke von Trinkschalen zu Gesichtegekommen/ die auf dem T'rehestuhle gearbeitet seiltmüßen; den es haben dieselben hoch hervorstehendeund gleichsam angelöthete Zieraten/ an denen dieSpur des Rades'/ mit welchem ihnen die Eken undSchärfen angeschliffen worden, deutlich zu erkennenist.

t) E>» Sink von solchen Trinkschalen, als Winckelmaiihier erwähnt, und welches auch derjenigen ähnlich war,wovon gleich nachher die Rede sein wird, besand sichsonst in der Samlung des Hosraths Reiffenstei» inRom. Me»er.

Von der Art und Weise der hier angezeigten Glas-arbeit, und von der Gecchiklichkeit der alten Kunstlerdarin ka» die herliche Schale ein Zeugniß geben, welcheum dgs Jahr 1725 im Novaresische» ist gesunden worden,und ehemals dem Herrn Everardo Visconte, nachherdem reichen Museum des Herrn D. Carlo de' Marches»Trivulsi angehörte. Die Schale ist äusserlich nezsor-mig und das Nez ist wohl drei Linien vom Becher e»t>sernt, mit welchem es vermittelst seiner Fäden oderStäbchen von Glas, die in sast gleicher Entfernung ver-theilt sind, verbunden ist. Unter dem Rande ziehet sichin hervorstehenden Buchstaben, die auch, wie das Nez,!>urch Hülse erwähnter Srälche», etwa zwei Linien weit5o» dem rigcittlickc» Becher getrent sind, solgende In