Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
106
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io6 Geschichte der Kunst.

und ein sehr alter Äskulapius zu Sieyon hattegleichfalls ein wirkliches Gewand.^)

§. Diese» gab nachher Anlaß/ an Figurenvon Marmor die Bekleidung auszumalen/ wie eineDiana zeiget/ welche imJabre 1760 im Herculanogefunden worden. 2) Es ist dieselbe vier Palmenund drittehalb Zoll hoch/ und scheinet aus der älte-sten Zeit der Kunst zu sein. Die Haare derselbensind blond/ das Obergewand weiß/ so wie der Rok/an welchem unten drei Streifen umherlaufen; derunterste ist schmal und goldfarbig/ der andere brei-ter/ von Lakfarbe/ mit weissen Blumen und Schnör-keln auf demselben gemalet; der dritte Streif istvon eben der Farbe. Von dieser Statte wird indem dritten Kapitel^) ein umständlicher Begrif ge-geben. Die Statne/ welche Corydon beim Vir-giliuS der Diana gelobete^) sollte von Marmorsein/ aber mit rothen Stiefeln. Es findensich Statuen aus Marmor von allerlei Art/ auchaus dein vielfärbigen gearbeitet, aber keine

Aus T er tu llian u s (<Ze IlZolvI-ui-, c. Z, n. Z.) scheint zuerhellen/ daß man in Phrpgien die Götterbilder mit ge-stikten Kleidern versah. F e a.

>) Pavian, I. 7. c> 25. I. 2. c. i l.

Fea crin»ert irrig, daß Pnusanias in der leztenStelle die Materie, woraus Äskulaps Statue bestatt-den, ungewiß lasse. Er sagt mit klaren Worten:Meye r.

2) Auch an Figuren von Holz ward die Bekleidung ausge-malt, wie von den ägyptischen Gori zeigt; (Mu-i.Ltl-Iiic. t. I. toll >5. l>. !>l.) und vielleicht waren ander Pallas zu Ägyra (oben S- tvv.) die Kleider ge-malt. Fea.

Z) ÜZ B. 2 K. t t §. 6 B. t K. IS §.Z

4) LclvZ, VI. v. Zi.