Geschichte der Kunst.
arbeitete»/ den Taig ihrer Formen aus Thon unddem feinsten Waizenmehl znsammengesezet.
Was PliniuS von dem Abformen der Sta-tuen saget, welches des LysippuS Bruder soll er-funden haben, ist/ so wie es dieser Scribent an-gibt/ nicht glaublich; es ist aber derselbe in dem /was die Kunst betrift, kein Evangelist , und er schei-net vielmals nur von Hörensagen zu sprechen. Viel-leicht waren die Bildnisse berühmter Männer/ die,wie ebenderselbe meldet, Varro in alle Länderversänket/ in Gypse geformet/ fo wie es die Bild-Nisse der Gottheiten armer Leute waren.
ß. i>. Von der andern Art Denkmale der Ar-beit in Tbon / nämlich von den bemaleten Gefä-ßen der Alten/ haben stch einige tausend erhalten;und derselben wird unten mit Mehreren, gedachtwerden. 4) Der Gebrauch irdener Gefäße blieb vonden ältesten Zeiten her in heiligen und gottes-dienstliehen Verrichtungen / 5) nachdem sie durch
Z) lMan vergleiche 7 B> 2 K. §.Z
2) ^ 1^. 35. c. 12. soct. 44 ü
Z) IMan sehe 7 B. t K. Z §. Note, wo eine Berichtigung.!!
4) lZ B. 4 K.ü
5) Lrollrci I. 5. c. i.
Es würde weitläufig sein, hier alle die Verschiede-neu Meinungen der Altertumsforscher über den Gebrauch,den die Alten von den bemalten Gesäßen in gebrauterErde gemacht haben, an>ufül>ren. Ohne Zweifel dieutendiese Gefäße »ach Beschaffenheit aus mancherlei Weife,theils zum Schniuke, theils zum wirklichen Gebrauche.Erwägt man, daß die meiste» der jezo noch vorhande-nen in Gräbern um Leichname stehend gesunde» wor-den, fo gewillt dadurch B0 tt ig er s Meinung, der stegrößtentbeils als Denkmäler religiöser Weihunge» anzu-sehen geneigt ist, ei»e überwiegende Wahrscheinlichkeit.(Abhandlung über den Raub der Kassandra,S. SZ.) Olingefähr ähnliche Vermuthungen aussen auch