Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen
 

92 Geschichte der Kunst.

auf dem Papiere der reinste und wahrhaftigste Geistder Künstler; da hingegen in einem ausgeführetenGemälde und in einer geendigeten Statue das Ta-lent in dem Fleiss« und in der erforderlichenSchminke verkleidet wird. Da nun diese Arbeit beiden Alten beständig in großer Achtung blieb, so ge-schah es, da Korinth sich aus der Asche erhob, durcheine vom Julius Cäsar dahin gesendete Kolonie,daß man aus den Trümmern der verstöreten Stadtund aus den Gräben nicht weniger die Werke derKunst/ welche im Thone gebildet waren, als dievon Erzt hervorsuchete. Dieses berichtet Stra-bo,i) welcher hier bisher nicht deutlich verstandenzu sein scheinet. Deii wen CasaubonuS, des-sen Ausleger,^) dem Andere gefolget sind, sich vondieser Nachricht einen deutlichen Begrif gemachethätte: würde er, was jener Scribent °-

nennet, nicht mit testace» os>er->, sondernLßulin», übersezet haben; den 7-^5^«?-«,wie ich unten mit Mehrerem anzeigen werdet)iheissen erhobene Arbeiten. Diese Achtung derArbeiten in Thon wird noch izo durch die Erfahrungbestätiget; und man kan als allgemeine Regel angeben,daß sich nichts Schlechtes von dieser Art findet,welches von den erhobenen Arbeiten in Marmornicht kan gesaget werden.

§. 6. Einigen der schönsten Stüke hat der HerrCardinal Alexander Albani in seiner prächti-gen Villa einen Plaz gegeben, und unter denselben istArgoS, wie er an dem Schiffe der Argon a ntenarbeitet, nebst einer anderen mänlichen Figur, ver-

>) 1.. K> p, 735.

-) Nbcn S. S5 SCI

Z) B. j K. 6 §.Z