«o Geschichte der Kunst.
von der Verehrung des Saturn» S und des Se-rapi 6/ welche nicht eher als nach Alexander demGroßen, und durch die Ptolemäer unter denÄgyptern eingeführet worden / in Gleichförmigkeitdieses GörterdicnsteS »nter den Griechen zu Alexan-drien. Folglich/ da sich die Priester der Ägypterso wie diese bequemen mußte»/ griechische Gott-heiten zu erkennen und zu ehren: war auf derandern Seite die beste Partei/ welche sie ergreifenkonten/ vorzugeben/ daß ihre Gottheiten von dengriechischen nicht verschieden seien; nnd wen die-ses die Griechen zugestanden/ mußten sie auchbekennen/ daß sie ihren Götterdienst von den Ägyp-tern/ als einem ältern Volke/ bekommen. Es istausserdem mehr als zu bekant/ wie wenig die Grie-chen von der Religion anderer Völker unterrichtetwaren/ welches unter andern die vielen Götter derPerser/ die jene uns namhaft machen/ beweisen; daim Gegentheil bei diesem Volke nur allein dieSonne/ und diese in dem Feuer/ verehret wurde.
K. 56. ES ist zwar hier nicht der Ort/ nurselbst Einwürfe zu mache»/ die schwer zu beantwor-ten sind; ich muß nur jedoch vorstellen/ daß vielemeiner Leser mit mir auf einerlei Gedanken gera-then können. Wen man z. E. an Obelisken eine»
1) L.iturnal. I. i. c,
2) Saturnus und Serapis waren keine Gottheitengriechischen Ursprungs. Tacitus (liist. I. 4. c. gi.),Plutarchus c>le Is. el Os. p' Z61.)/ ClemensAlerandrinus (cvlivrr. all ^ent. n. 4. p. 42.), Ma»krobius (I. c ), Origenes (contra Lel5. I. 5. II. 23.z>. 607.) und Andere versichern einstimmig/ daß sichdie Ägvvtier den po» den Pt 0 lemäern eingeführtenGottheiten widersezt und aus keine Weise ihre eigenenGottheiten/ und heiligen Gebräuche mit denen derGriechen vermengt habe». F e a.