Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
79
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1 Buch, i Kap.

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unter verschiedenen Namen und in einer eigenettsymbolischen Gestalt zu zeigen behaupteten/ wie son-derlich Diodorus berichtet, i) Ich gestehe, daß,wen dieses Zeugniß keinen Widerspruch litte, ausdieser vorgegebenen Mittheilung der Götterlehre vonden Ägyptern auf die Griechen ein starker Beweiswider meine Meinung zu ziehen wäre. Den, wendieses als erwiesen angenommen wird, würde ausder mitgetheileten Lehre können gefolgert werden,daß die Griechen also auch die Form der Götterselbst und ihre Figur von dorther überkommenhätten. Hch kan aber diesem Vorgeben nicht bei-pflichten, sondern glaube vielmehr, daß, nachdemAlexander Ägypten erobert, wo die Ptolemäer,dessen Nachfolger, regireten, die Priester, um sichden Griechen gleichförmig zu bezeigen, und dieselbenzur Nachsicht gegen ihren alten Götterdienst zu be-wegen, diese nahe Verwandtschaft unter den Götternbeider Völker erdichtet haben, da sie befürchten muß-ten, durch die abenteuerlichen Gestalten ihrer Gott-heiten den wizigen Merwindern lächerlich zu wer-den, und etwa ein ähnliches Schiksal, wie ihnendurch den Kambyses begegnete, zu erfahren.Diese Muthmaßung gewinnet alle Wahrscheinlichkeitdurch die Nachricht, die uns Makrobius ertheilet

1) Diodor (I. >, S, -Z.) führt in dieser Stelle blos die Sa-gen der Ägvvtier an, ohne ihnen beizustimmen. DieArt, wie er dieses vorträgt/ und Ausdrnke wie

deren er sich von den Äg»vtiern bedient, zeigenhinlänglich, daß er wohl anderer Meinung gewesen. Feau. Meyer.

2) Dieser Grund ist nicht haltbar, indem man schon zu denZeiten Herodots, der mehr als hundert Jahre vorAlcrander lebte, in Griechenland geglaubt, viele Gott-heiten und heilige Gebräuche von den Ägyptier» erhalte»zuhaben. (Ucroävi. I >2. c. 4g.) Fea,