1 Buch/ 1 Kap.
Meinung der Bildhauer von SokrateS Zeit/ wel-che dieser anführet/ einigen Begrif: „wen Dä-„dalns (saget er wieder aufstehen sollte/ und„arbeiten würde/ wie die Werke sind/ die unter„ dessen Namen gehen/ würde er/ wie die Bildhauer„ sagen/ lächerlich werden. "
K. 12. Die ersten Züge dieser Bildnisse bei denGriechen waren einfältige und mchrentheils geradeLinien; und unter den Ägyptern/ Hetruriern undGriechen wird beim Ursprünge der Kunst in ihrenBildern kein Unterschied gewesen sein; wie dieses auchdie alten Scribenten bezeugen. 2) Hn Absicht derKriechischen Kunst offenbaret es sich an einer der äl-testen griechischen Figuren von Erzt/^) die sich indem Museo Nani zu Venedig befindet/ auf derenBase folgende Schrift stehet:
GexL, das ist: Polykrates hat dieselbe ge-widmet; welcher vermuthlich nicht der Künstlerderselben gewesen ist. In dieser platten Art zuzeichnen lieget auch der Grund von der Ähnlichkeitder Augen an den Köpfe»/ auf den älteren griechi-schen Münzen, und an ägyptischen Figuren; jenesind/ wie diese/ platt und länglicht gezogen/ wieunten wird umständlicher angegeben werden. Der-gleichen Augen hat vermuthlich DiodoruS a»zei-
wid Pausanias unrichtig; deii W i n ck e l m a n hat denPansanias hier nicht angeführt/und indemzico M, (p, 227 sieht man, daß einige das Wort
von Dädalns abgeleitet. Diesem wider-spricht Pausanias/ was Winckelman wohl wußte.sG. d. K. l N. 2 K- S Siebelis.
1) plat, n>sj, p> 282, Fea.
2) Vivll, 8ic. I. I. Z, 97' 8t!-!ll>, >.17. p. Ii3g.
!, p.iciautli, l>Ionuin. peloxvun, t. 2. p. ?I.