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Geschichte der Kunst.
§. 11. Zulezt fing DädaluS an, wie die ge-meins te Meinung ist/ die unterste Hälfte dieser Her-men in Gestalt der Beine völlig von einander zusolidern; und weil man nicht verstand/ aus einemSteine eine ganze menschliche Figur hervorzubrin-gen/ so arbeitete dieser Künstler in Holz/ und vonihm sollen die ersten Statuen den Namen Dädalabekommen haben. Von dessen Werken gibt die
Länder» der Von ihm besiegten Nationen auf seinemFeldzuge in Asie»/sezen ließ/ erzählt DiodorusSicu-lus (I, i> Z. 55.) daß er, um die kriegerischen undtapfern von ihm besiegten Völker anzuzeigen/ män-liche Geburtstheile auf diesen Steinen anbringen lassen,weibliche hingegen bei den feigen und verächtli-chen Völkerschaften. Herodotus (1 .2. c. ic >2.) be-zeugt dieses Leztere und fagt cl. s. c. 106.), daß sich dieHermen mit den weiblichen Geburtstheile»noch zu seiner Zeit in Syrien befunden. Fea.t) Fea glaubt/ daß Paläphatus (ile incr>-6ii>. >>i5t. c.-Z.) der Urheber dieser von Winckelmaü als gewöhn-lich angegebenen Meinung sei. Denselben führt Eu-febius an (LI>r»n. a<I an». 7Z0.)/ und vielleicht hatauch Themistius (Oi-at. 26. x. Z?i.) die Nachricht vonihm entlehnt. Meyer.
2) Amoretti fuhrt deu Diodorns Siculus (I. 4. Z.76) und Paufauias (>. 9. c. 3.) gegen Winckel-maü an. Die ersie Stelle spricht nicht gegen/ son-dern für Winckelmaü/ indem Diodor hier beson-ders von der Gestaltung der Beine redet/ und den Dä-dalus als den ersten nennet/ welcher die Schcnkclbeinefortschreitend gemacht
/ da alle srüliern Bildhauer die Bildsäulen mitniederhängendeN/ von den Seiteu nicht abgethei l-le n Armen und Händen vorgestellt. Die zweite Citationwiderspricht allerdings dem/ was Winckelmaü behaup-tet/ indem »ach Pausa » ias (I- c.) nicht die St a-tuen von Dädalus/ sondern vielmehr dieser vonjenen benant worden. Meyer.
Diese Erinnerung ist in Beziehung a»f den Diodorus