1 Buch/ 1 Kap.
66
tern erhalte«/ so muß man wenigstens bekennen/daß es mit jener/ wie mit der Mythologie ergangensei; den die Fabeln der Ägypter wnrden unter demgriechischen Himmel gleichsam von neuem geboren/und nahmen eine ganz verschiedene Gestalt und an-dere Namen an.^)
K. 7. In Ägypten blühete die Kunst bereits inden ältesten Zeiten/ und wen Sesostris mehr alsdreihundert Jahre vor dem trojanischen Kriege ge-lebet hat: 2) so waren in diesem Reiche die größtenObelisken/ die sich in Rom befinden und Werkegemeldeten Königs sind/ nebst den größten Gebäu-
Fea beschuldigt mit Unrecht Winckelman, dieseSte lle nicht gehörig verstanden zu haben Die alte la-teinische Übersezung gibt den Sin ganz richtig mit den
(Sollte Winckelman wirklich, des Leitern Mei-nung zusolge, den Dionysius darin haben berichti-gen wollen, daß die Römer die erwähnte Binde nie-mals, wcdcr in der alten noch neueren Zeit, vo»den Griechen entlehnt haben? Es scheint mir nicht so;man lese nur die Stelle; und ich glaube, Feas Anmer-kung hat ihre Richtigkeit. Man vergleiche noch die Er-läuterung üb. d, Gedanken v. d. Nachahmung, §. 3t,Z
1) Worläuf. Abhandl. l K. 3 §.)
2) ?<»t. a<> I. 2. c, öo. Vales. I^ot. 21!^.niniian, !, 17. c.4, W'ai-durtvQ, Lss.i)'sur ies Uierogl.t. 2. p, 60g.
Z) Nicht alle Obelisken in Rom sind von Sesostris inÄgypten errichtet worden, vielmehr erwähnt Plinius(I. Z6, c, g, z.ect. 14. n. 5.) nur eines einzigen vonSesostris errichteten Obeliskes, der späterhin im Mars-selde ausgestellt worden. Ob von Augustus, wieFea behauptet, lassen wir unentschieden. Pliniuslagt es wenigstens nicht ausdriiklich, Zea u. Meye».
Z»