-6 Vorrede
köntc zu einer Entfchuloigung das Format angebe»/welches etwa nicht erlaubet/ den Inhalt auf deinRande ;u sezen; aber man kaii sich auf keine Weise »entschuldigen / daß Absäze gemachet worden/ wo indem Originale keine sind, noch sein sollen/ wiezu Anfange des zweiten Theils geschehen ist.
Hier hat der Übersezer das Gtiik/ welches ein Ver-zeichnis der ältesten Künstler vor denZeiten des Phidias enthält/ in ganz kleineBroken zerstüket/ und man hat die kurzen An-zeigen von diesen Meistern mit besondern Zahlen»nd mit übersezeten Namen gedachter Künstler vonneuem abgesezet/ als wen man besorget hätte/ derLeser werde den Athem verlieren / wen das an ein-ander hängende Stük von zwo Seiten nicht zerschnittenwurde. Aus einem einzigen Saze sind vier undzwanzig Säze gemachet.
K. 30. An die übersezung selbst aber kan ichohne Ekel nicht gedenken: den ich glaube/ daß nicht ^leicht eine Schrift/ die aus ihrer eigenen Sprachein eine fremde versezet worden/ übler gemißhandeltsei. Ich fing an/ die Fehler des Mißverstandes aufdem Rande anzuzeigen/ aber ich wurde müde/ weilnicht eine einzige Seite frei blieb. Der Übersezerzeiget nicht allein eine grobe Unwissenheit auch inden gemeinsten Kentnissen der Kunst/ sondern mankaii demselben aus unzähligen Stellen beweisen,daß er die deutsche Sprache nicht völlig verstehet.
K. 3>. Ich wäre bereit gewesen/ die Übersezungmit aller Aufmerksamkeit durchzusehen und zu ver-bessern/ wen mich diejenigen/ die Theil an dersel«den haben/ hierum ersuchet hätten. Ich bin aberohne alle Nachricht geblieben/ und da ich vor zweiHahren/ ich weiß nicht wie/ von einer Übersezung ,dieser meiner Arbeit hörete/ fragete ich bei einigenmeiner Bekanten in Paris deßwegen an/ und ich