Vorrede
Hause Grimani zu Venedig entgegensezen/die ebenfalls in heroischer Gestalt ist/ und ichköiite diesen Einwurf heben durch die Betrachtung,daß die republieanifche Mäßigkeit und Bescheidenheitunter dem Augustus auch in der Kunst nicht mehrgesilchet worden. ES ist aber noch nicht bewiesen/daß diese Statue den MarcuS Agripva vorstelle,und wen in dem Kopse einige Ähnlichkeit mit dessenBildern ist/ muß an dem Orte selbst untersuchetwerden/ ob der Kopf der Statue eigen sei. 2)
§. 27. Wider die Benennung des fälschlich so-genanten Seneca im Bade/^) in der VillaBorghese/ hätte ich einen deutlichen Beweis füh-ren können aus einer Statue in Lebensgröße in derVilla Panfili von weissem Marmor, die jener voll-kommen auch im Gesichte ähnlich ist/ und in derlinken Hand ein Gefäß/ wie ein Korb gestaltet,träget. Dieser Statue sind wiederum zwo kleineFiguren in der Villa Albani ähnlich/ und tragen,wie jene, einen Korb; zu den Füßen der einen steheteine komische Larve/ so daß man deutlich stehet/daß diese sowohl als jene Knechte der Komödie vor«stellen/ die/ wie Sofia zu Anfang der Andriades Terentins/ zum Einkaufen von Eßwaaren auS-gefchiket wurden.
§. 28. Die Muthmaßungen/ daß die irrig so-genanten Siegeszeichen des MariuS vielmehrdem Kaiser DomitianuS zuzuschreiben sind/^)
1) pococko's Oeüci', oktlie Last, V»I> 2. p. 212.
2) Man vergleiche G. d. K. tt V. 2K. S §>)
Z) Diese Stelle ist von den wiener Herausgebern inden Tert eingerükt cS.8tt.). Meyer.lMan vergleiche l l B- ZK. 5 §.)
4) Der Inhalt dieser Anmerkung ist von Winckelman,wie es scheint, zwar spater in den Text cittgerukt, aber