Vorrede
Statuen desselben gefunden zu haben. Den Stel-lung und Bildung zeigeten mir in demselben einenHerkules, welcher unter die Götter auf-genommen worden, und dort von seinenArbeiten geruhet/ so wie er auf dem Olympusruhend mit dem Beiworte des Ruhenden
auf einer ervobenen Arbeit in derVilla des Herrn CardinalS Alexander Albaniabgebildet ist; und folglich erscheinet in dem be-rühmten Sturze kein menschlicher Herkules'/sonderlich der göttliches) Da eS mir nun gelun-gen war/ in einer oder der andern Statue die ver-meineten Grunde ihrer Achtung und ihrer Schön-heit zu finden/ fuhr ich fort/ die übrigen allezeitdergestalt zu betrachte»/ daß ich mich in die Stellesezete dessen/ welcher vor einer Versaiiilung vonKennern Rechenschaft davon geben sollte/ nnd ichlegete mir selbst die Nothwendigkeit auf/ nicht denRüken zu wenden/ bevor ich etwas von Schönheitmit dessen Gründen gefunden hatte.
K. 11. Nach einiger Erleuchtung/ die ich erlan-get/ bemühete ich mich/ den Styl der Künstler derÄgypter und der Hetrurier/ wie nicht wenigerden Unterschied zwischen diesem lezten Volke undder Kunst der Griechen zu bestimmen. Die Ken-zcichen ägyptischer Arbeiten schienen sich vonselbst anzubieten; mit dem Styl der Hetrurieraber gelang es mir nicht auf gleiche Weise/ undich unterstehe mich noch izo nicht/ unwidcrsprech-lich zu behaupten/ daß einige erhobene Arbeiten/die hetrurisch scheine»/ nicht von dem ältestenStyl der Griechen sein könne». Mit mehr schein-barer Gewißheit entdekete ich verschiedene Zei-ten in griechischen Werken; aber eS ginge» einigeZahre vorbei/ ehe sich von dem hohe» Alter einer1) lDieV e sch r ei b u ng d.wo» im 1 Vande, S. 226—2ZZ.Z