zu den Anmerkungen. 3!)
als jemand / der zuerst das Meer sahe und sagte:es wäre artig anzusehen; die Athaumasie/oder die N i ch t v e r w u n d e r u n g / die vom S t r a b oangepriesen wird, weil sie die Apathie hervor-bringet, schäze ich in der Moral/ aber nicht in derKunst/ weil hier die Gleichgültigkeit schäd-lich ist. In dieser Untersuchung ist mir zuweilendas Vorurtheil eines allgemeinen RufS/ den einigeWerke haben/ zu Statten gekommen/ und trieb mich/wenigstens etwas Schönes in denselben zu erkennen/und mich davon zu überzeugen. Der von mir be-schriebene Sturz eines Herkules von der Handdes ApolloniuS au 6 Athen kau hier zum Bei-spiele dienen. Über dieses Werk blieb ich bei demersten Anblike unerbauet/ und ich konte die gemä-ßigte Andeutung der Theile vesselben mit derstarken Erbobenbeit in andern Statuen des Herku-leS/ sonderlich des farn esischen/ nicht vereinen.Ich stellete mir hingegen die große Achtung desMichael Angelo für dieses Stük/ und aller fol-genden Künstler/ vor Augen, welche mir gleichsamein Glaubensartikel sein mußte/ doch dergestalt,daß ich ohne Gründe demselben meinen Beifall nichtgeben konte. Ich wurde in meinem Zweifel irredurch die Stellung, die Bern ini und der ganzeHaufe der Künstler diesem verstümmelten Bilde ge-geben/ als welche sich in demselben einen spinnen-den Herkules vorstellen. Endlich nach vielfälti-ger Betrachtung/ und nachdem ich mich überzeugethatte/ daß gedachte Stellung an demselben irre ge-dacht sei/ und daß hier vielmehr ein ruhenderHerkuleS/ mit dem rechten Arme auf seinemHaupte geleget/ und wie mit Betrachtung sei-ner vollendeten Thaten beschäftiget/ vorge-stellet worden : glaubete ich den Grund des Unter-schieds zwischen diesem Herkules und andere»