Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
36
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36 Vorrede

bleibst! der Gebäude/ weil vieles ungewiß ist/ undweil daö/ was man wissen und nicht wissen kan/von mehr als einem Scribenten hinlänglich gründ-lich abgehandelt worden. Ich konte mich auch nichteinlassen/ alles aufzusuchen/ weil diejenigen/ diemich hätten führen können/ mir zu kostbar waren.Da nun diese Kentniß auch ohne alles Genie erlan-get werden kaii/ nahm ich nur so viel auf meinemWege mit/ als ich selbst finden und untersuchenkonte. Den ich verglich diese Wissenschaft mit derBücherkentniß/ welche nicht selten diejenigen/die Gelegenheit gehabt habe» / dieselbe zu erlangen/verhindert hat/ den Kern der Bücher zu kennen.Derjenige / welcher in das Wesen des Wissens zudringen suchet/ hat sich nicht weniger vor der Be-gierde/ ein Literator zu werden/ als vor dem/was man insgemein unter dem Worte Antiqua-riuS verstehet/ zu hüten. Den das eine sowohlals das andere ist sehr reizend/ weil es Beschäfti-gungen sind/ die dem Müßiggange/ und der ange-borenen Trägheit zum eigenen Denken/ schmeicheln.ES ist z. E. angenehm/ zu wisse»/ wo im altenRom die Carinä waren/ und ohngefähr den Ortanzugeben / wo PompejuS gewöhnet hat/ und einFührer der Reifenden / der ihnen dieses zu zeigenweiß/ pfleget es mit einer gewissen Genügsamkeitzu thun: waS weiß man aber mehr/ wen man die-sen Ort/ wo nicht die geringste Spur von einemalten Gebäude ist/ gesehen hat?

§. 7. Aus eben dem Grunde war ich nicht sehrum römische Münzen bekümmert/ theils weil esschwer ist/ noch izo neue Entdekungen in denselbenzu machen/ theils auch/ weil ich sahe/ daß Men-schen ohne alle Wissenschaft eine große Kentniß indiesem Fache erlanget haben. Die seltensten römi-schen Münzen (die Medaglioni/ weaen der