zu den Anmerkungen.
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terricht z» denke»/ und da ich glaubete/ daß vonWerken der alten Kunst vielleicht wenig mit philo-sophischer Betrachtung und mit gründlicher Anzeigedes wahren Schönen in Schriften abgehandeltbetaut worden: so Hoffete ich/ es würde meineReise nicht ohne Nuzen sein. Ich hatte/ so vielmir die sehr wenige Zeit/ über die ich Herr war/erlaubete/ mich zu diesen Absichten vorher zuberei-tet/ und aus meinen damaligen Betrachtungen er-wuchs die Schrift von der Nachahmung derAlten inderMalerei und Bildhauerkunst.i)Diese meine Absicht zu erreichen/ schlug ich allesauS/ was mir sowohl vor meiner Reise von Romaus'/ als auch nach meiner Ankunft in Rom vonzween wohl bekanteu Cardinälen angetragen wurde:den ohne Unabhängigkeit würde ich meine»Zwek verfehlet haben.
§. 6. Das ganze erste Jahr sahe ich und be-trachtete/ ohne einen bestimten Plan zumachen-den ob ich gleich das Wesentliche allezeit zumAugenmerke hatte/ wurde es mir schwer/ auf demvon mir betretenen und ungebahnetem Wege mitgewunschetem Erfolge fortzugehen/ ja/ ich wurdevielmals irre gemachet durch das Urtheil der Künst-ler/ welches meiner Empfindung und Kentniß wi-dersprach. Da aber der Saz unumstößlich fest i»mir war/ daß das Gute und das Schöne nurEines ist/ und daß nur ein einziger Weg zudemselben führet/ anstatt daß zum Bösen undSchlechten viele Wege gehen: suchete ich durcheine systematische Keutniß meine Bemerkungen zuprüfen und zu befestigen.
K. 6. Mein vorläufiger Entschluß war/ anfäng-lich weniger aufmerksam zu sein auf die Altertümerder Orte/ der Lagen / Gegenden und auf alte Über-t) tJm ersten Bande.)