zu den Anmerkungen. s?
Schönheit ihres Gepräges, ausgenommen) sind denseltenen Büchern zu vergleichen/ die sich einzeln ge-machet haben, weil ein Buchhändler durch denNachdruk derselben nichts gewinnen würde, und einseltener Pertinax oder PescenniuS in Silberoder Golde sollte nicht mehr als eines von Gi-erdano Bruno Büchern geschäzet werden. Ichsnchete hingegen Münzen griechischer Länder undStädte zu sehen, die von Münzkrämern, weil indenselben nicht leicht, wie in den römischen, eineFolge zu machen ist, nicht sonderlich gesuchet wer-den. Auch in diesem Studio wird man sich nichtin Kleinigkeiten verlieren, wen die Altertümer be-trachtet werden als Werke von Menschen gemachet,die Höker und m änlich er dachten als wir, unddiese Einsicht kau uns bei Untersuchung dieser Werkeüber uns und über unsere Zeit erheben. Eine den-kende Seele kau am Strande des weiten Meeres sichnicht mit niedrigen Ideen beschäftigen: der uner-meßliche Blik erweitert auch die Schranken desGeistes, welcher sich anfänglich zu verlieren schei-net, aber größer wieder in uns zurükkomt.
§. 8. Nachdem ich ferner bald einsahe, daßsehr viele Werke alter Kunst entweder nicht bekant,oder nicht verstanden noch erkläret worden: so su-chete ich die Gelehrsamkeit mit der Kunst zuverbinden. Die größte Schwierigkeit in Sachen,die auf Gelehrsamkeit bestehen, pfleget zu sein, zuwissen, was andere hervorgebracht haben, damitman nicht vergebene Arbeit mache, oder etwas sa-ge, was bereits mehrmal wiederholet ist. DieseBesorgniß wurde gehoben, da ich die Bücher vonalten Denkmalen der Kunst von neuem durchsähe,und versichert sein konte, daß dasjenige, was nichtin Rom selbst erkläret worden, schwerlich mitRichtigkeit ausserhalb habe geschehen können.