Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
34
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34 Vorrede

Kupfer die Anzeige undeutlich oder mangelhaft ge-wesen sein wurde/ theils weil ich mich in gelehrteUntersuchungen hätte einlassen müßen/ die zu weitvon meinem Zweke abgegangen wären. Den dieGelehrsamkeit soll in Abhandlungen über dieKunst der geringstc Theil sein; wie den dieselbe,wo sie nichts Wesentliches lehret/ vor nichts zuachten ist/ und alsden wie bei seichten Rednern/oder bei schlechten Saitenschlägern (um mit denAlten zu reden) das Husten zu sein pfleget/ näm-lich ein Zeichen deS Mangels. Ich gestehe auchgerne/ daß ich zuweilen einige Kleinigkeiten nichtvöllig richtig angegeben habe/ weil man oft dem Ge-dächtnisse zu sehr trauet/ oder Gänge an entlegeneOrte ersparen will/ und dieser Vorwurf würde we-niger bedeutend sein als derjenige/ den man mitRecht dem Prideaux machet/ welcher die arun-delischen Marmor/ da er zu Oxford war/ wodieselben an einem Orte beisammen stehen/ in dun-keln Stellen nicht selbst untersuchet hat.

§. Z. Der Leser wird hoffentlich nicht ungeneigtdeuten/ wen ich in diesem Vorberichte/ da mir viel-leicht künftig die Gelegenheit fehlen möchte/ zu des-sen Unterrichte den Weg anzeige/ den ich in Un-tersuchung der Altertümer und der Werke der Kunstgenommen habe.

K. 4. Ich ging nach Rom / nicht auf Kosten ei-nes HofeS/ wie man sich vorstellet/ noch wenigermit einem Vorschuß des Herrn/ dem ich inSachsen gedienet/ welches ein unwissenderSchmierer kühnlich vorgibt:>) sondern von einemwürdigen Freunde unterstüzet/2) dem ich öffentlichmeine Dankbarkeit bezeiget habe; ich ging hierhermit dem Vorsaze/ im Lernen zugleich auf den Un-

t) lPaalzvw.Z

2) lM-in sehe die Biograv lii e. Z