Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
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Vorrede zur

deken können/ dieses ist wahr/ und alle/ welcheüber der Erde/ sonderlich an öffentlichen Ortensieben / sind der Aufmerksamkeit der Gelehrtennicht entgangen. Wer aber Zeit und Gelegenheithat/ findet noch allezeit unbekailte Inschriften/ wel-che lange Zeit entdekct gewesen/ und diejenigen/ wel-che ich in diesem Werke sowohl als in der Be-schreibung der geschnittenen Steine desstoschischen Musei angeführet habe/ sind vondieser Art; aber man muß dieselben zu verstehensuchen/ und ein Reisender wird dieselben schwerlichfinden.

§. 56. Noch viel schwerer aber ist die Kentnißder Kunst in den Werken der Alte»/ in welchenman nach hundertmal Wiedersehen noch Entdekungenmachet. Aber die Mehresten gedenken zu derselbenzu gelangen/ wie diejenigen/ welche aus Monats-schriften ihre Wissenschaften sammeln/ und unter-stehen sich vom Laokoon/ wie diese vom Home-rus/ zu urtheilen/ auch im Angesichte desjenigen/der diesen und jenen viele Jahre studirt hat: siereden aber hingegen von dem größten Dichterwie Lamothe/ und von der vollkommenstenStatue wie Aretino. Überhaupt sind die mehre-sten Seribenten in diesen Sachen wie die Flüsse/welche aufschwellen/ wen man ihr Wasser nicht nö-thig hat/ und troken bleiben/ wen cS am Wasserfehlet.

§. 17. In dieser Geschichte der Kunst habeich mich bemühet/ die Wahrheit zu entdeken/undda ich die Werke der alten Kunst mit Muße zu un-tersuchen alle erwünschete Gelegenheit gehabt/ undnichts gesparet habe/ um zu den nöthigen Keiitnis-sen zu gelangen: so glaubete ich mich an diese Abhand-lung machen zu können. Die Liebe zur Kunstist von Jugend auf meine größte Neigung gewesen,