Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
25
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Geschichte der Kunss. 2s

die Venus Genetrix; der Kopf der Diana,eines Bakchus mit dem Satyr zu dessen Füßen,«nd eines andern Bakchus/ der eine Weintraubein die Höhe hält/ sind abscheulich schlecht. -) Diemehreilen Statuen der Königin Christi na vonSchweden/ welche zu S. Jldefonfo in Spanienstehen/ haben ebenfalls neue Köpfe/ und die achtMusen daselbst auch die Arme.

§. Diele Vergehungen der Scribenten rüh-ren auch aus unrichtigen Zeichnungen her/ welcheszum Exempel die Ursache davon in Cupers Erklä-rung der Apotheose des Homerus ist. DerZeichner hat die Tragödie für eine in änlicheFigur angesehen/ und es ist der Koth urnuS/ wel-cher auf dem Marmor sehr deutlich ist/ nicht ange-merket. Ferner ist der Muse/ welche in die Höhestehet/ anstatt deSPlektrum eine ger oll etc Schriftin die Hand gegeben. AuS einem heiligen Drei-fuße will der Erklärer ein ägyptisches Tau machen/und an dem Mantel der Figur vor dem Dreifußebehauptet derselbe drei Zipfel zu sehen/ welchessich ebenfalls nicht findet.

§. 16. Es ist daher schwer/ ja fast unmöglich/etwas Gründliches von der alten Kunst/ und vonnicht bekanten Altertümern/ ausser Rom zu schrei-ben: es sind anch ein paar Jahre hiesigen Aufent-halts dazu nicht hinlänglich/ ivie ich an mir selbstnach einer mühsamen Vorbereitung erfahren. Manmuß sich nicht wundern/ wen jemand saget/H daßer in Italien keine unbekante Inschriften ent-

1) Dieses ist weder ei» Satyr noch ein Faun, sondernein ordentlicher Mensch, den Gvri fiir den Ainpe-los hält. Fea.

2) Hlus. t. t. Z. tnli. 10. Zo. Zg. ZZ. Hg.

Winckelmaii. Z. 2