Geschichte der Kunst. 27
und ohnerachtet mich Erziehung lind Umstände in cmganz entferntes Gleis geführet hatten/ so meldetesich dennoch allezeit mein innerer Beruf. Ich habealles/ was ich zum Beweis angeführet habe/ selbstund vielmal gesehen und betrachten können/ so-wohl Gemälde und Staruen als geschnittene Stei-ne und Münzen; um aber der Vorstellung des Le-sers zu Hülfe zu kommen/ habe ich sowohl Steine/als Münzen/ welche erträglich in Kupfer gestochensind/ aus Büchern zugleich mit angeführet.
§. 18. Man wundere sich aber nicht/ wen maneinige Werke der alten Kunst mit dem Namendes Künstlers/ oder andere/ welche sich sonstmerkwürdig gemachet haben/ nicht berühret findet.Diejenigen/ welche ich mit Stillschweigen Übergän-gen habe/ werden Sachen sein/ die entweder nichtdienen zur Bestimmung des Style oder einer Zeitin der Kunst/ oder sie werden nicht mehr in Romvorhanden oder gar vernichtet sein; den diesesUnglük hat sehr viele herliche Stüke in neuerenZeiten betroffen/ wie ich an verschiedenen Ortenangemerket habe. Ich würde den Trunc einer Sta-tue/mit dem Namen ApolloniuS/^ des Nestors'Sohn/ aus Athen/-) welche ehemals in den PalasteMassimi war/ beschrieben haben; er hat sich
t) Der Name eines alten Bildhauers, welcher «ich, ausserdem Torso im Belvedere/ auch auf dem Numpseeiner Statue in dem Palaste Massimi zu Rom be-fand. Dieser leztere hat sich gegenwärtig verloren. Ju-nius in seinem ^-Italogo arukcum, wo er die In-schrift aus dem Gruter ansiihrt, sagt, die Statue seiein llcreules »l>Ii<>uato cvrxois so6ens gewesen. Doch I u-»ius meint unstreitig den Torso im Belvedere/welcher den Namen dieses Künstlers gleichfalls fuhrt.Lessi» g.
2) Lpvll, Mscell, llnticj. z>, > 22. Oüti, Vilc <Ie' pittorl, p, I >8