Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
278
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Nachricht vom

§.8. Schöne Steine nenne ich diejenigen,die es wegen ihrer Zeichnung und durch das Idealsind/ und hier ist das Vorzügliche unter so vie-lem Schönen nicht leicht zu bestimmen. Ichkönte den berühmten Meleager anführen/ welcherin Kupfer gestochen und betaut ist; ein andererwürde-eine Victorie nehme»/ die noch schönerist/ als die auf den schönsten Münzen von Sy-rakuS/ und ein Gewand hat/ wie die borghesi-schen Tänze rinen: dieser würde eine großeAtalante in Amethyst nicht nachstehen wollen.Sie scheinet die Lüfte zu durchschneiden/ und sogeschwinde wie des HomeruS Minerva zu gehen.Mit ihrem Gewände spielen die verliebten Winde,ja die Gratien; das schöne Nakende stehet mandurch dasselbe/ wie stch selbst durch Glas im Spie-gel: mit einer prüfenden Liebe stehet ste im Laufezurük/ und lässet ihre Brust/ die schönste Brust,bloß, um das Profil davon dem, der ihr folget, jsehen zu laisen. Von Köpfen würde ich einen altenHerkules in Carniol geschnitten, mit dem Namenund einen jungen Herkules,ebenfallsin Carniol/ vorzüglich wählen. Den hohen Werthvon diesem Kopfe zu schäzen muß mau ein Augewie die gefällige griechische Schöne Glyceriumhaben: Ein schöner junger Mensch ist derjenige/ sagete ste/ in dessen Gestchte der Unterschied des Geschlechts fast zweifelhaft ist."^) Die-ses ist kein Saz für einen magistralischen Kopf.So dachten aber die griechischen Künstler.

§. 9. Die besonderen Kentnisse, welche aus die-sem Museo zu ziehen find/ waren der vornehmste

t) I. XIII. c> g. Z, L^. ci

ts-iv Die Schöne heißt übrigens i

nicht Glyceriuin, sonder» Glyccra; jenes ist eineandere.Z