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dere Länder. In Rom aber sind mehr schöne Palasteund Häuser/ als in ganz Italien zusammen genom-men ; das schönste Gebäude unserer Zeiten ist dieVillades Herrn CardinalS Alexander Albani/ und derSaal in derselben kan der schönste und prächtigste inder Welt heissen.
K. 37. Der In b egrif des Schönen in der Bau-kunst ist an dem schönsten Gebäude in der Welt zusuchen/ und dieses ist St. Peter. Die Mängel/welche hier Cain bell in seinem britanischenVitruvius/ und andere finden/ sind wie vonHörensagen/ und haben nicht den geringsten Grund.Man sezet an der vorderen Seite auS/ daß dieÖfnungen und Glieder derselben der Größe desGebäudes nicht proportionirt seien: aber man hatnicht bedacht/ daß diese vermeineten Mängel durchden Balcon/ auf welchem der Pabst sowohl hier/als zu St. Zohan Lateran/ und zu S. MariaMaggiore/ den Segen zu ertheilen pfleget/ noth-wendig entstehen. Die attische Ordnung an dieserSeite ist nicht höher/ als diejenige/ welche das ganzeGebäude hat. Der vermeinte Hauptfehler aber ist/baß Carlo Madernv/ der Baumeister der vor-deren Seite/ dieselbe zu weit heraus geführet/ undanstatt des griechischen KreuzeS/ wo die Cupolain der Mitten gewesen wäre/ diesem Tempel die Formdes lateinischen Kreuzes gegeben habe. Die-ses aber geschah auf Befehl/ um den ganzen Plazder alten Kirche in dem neuen Gebäude einzuschließen.Diese Verlängerung war bereits vom Raphael/ alsBaumeister von St. Peter/ vor dem Michel An-gel»/ entworfen/ welches man aus dessen Grund-
I) s Dieser von dem Ertheilen des Segens herge>nvmmene Grund verbessert die Sache nicht/ den inalle» schönen Künsten ist die Schönheit das Ersteund die Tauglichkeit das Zweite.)