deö Schöneil!t.
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na/ noch einmal so groß als die Natur/ welche ernach seines Meisters Tode machete/ wird von nie-mand bemerket. Ein anderer verdienter Bildhauerist noch weniger bekant: er heißt Lorenzo Ot-tone/ ein Schüler des Herkules Ferrata/ undvon demselben ist eine stehende Anna in eben demTempel; so daß zwo der besten neueren Statuen aneben dem Orte stehen. Die schönsten Figurenneuerer Bildhauer/ neben diesen / sind der h.Andreas von Fiam in gv/und die Religion vonLe Gros/ in der Kirche al Gesu. Ich begehe hiereine Ausschweifung/ welche/ weil sie unterrichtet/Verzeihung verdienet. Dieser innere Siii / von wel-chem ich rede / muß fertig/ zart und bildlich sein.
§. l7. Fertig und schnell muß derselbe sein,weil die ersten Eindrüke die stärksten sind / und vorder Überlegung vorhergehen.- was wir durch dieseempsinden/ ist schwächer. Dieses ist die allgemeineRührung/ welche uns auf das Schöne ziehet/ undkan dunkel und ohne Gründe sei»/ wie mit allen-rsten und schnellen Eindrüken zu geschehen pfleget,bis die Untersuchung der Stüke die Überlegung zu-lasset/ annimt und erfordert. Wer hier von Theilenauf das Ganze gehen wollte/ würde ein grammati-kalisches Gehirn zeige» / und schwerlich eine Empfin-dung des Ganzen und eine Entzükung in sich er-weken.
Z. 18. Zart muß dieser Sin mehr als heftigsein/ weil das Schöne in der Harmonie der Theilebestehet/ deren Vollkommenheit ein sanftes Steigenund Sinken ist/ die folglich in unsere Empfindunggleichmäßig wirket/ und dieselbe mit einem sauftenZug führet/ nichtplözlichfo rtreisset. Alle heftigenEmpfindungen gehen über das Mittelbare hinwegzum Unmittelbaren/ da das Gefühl hingegen ge-riihret werden soll/ wie ein schöner Tag entstehet/