des Schönen:c.
er eines der schönsten Denkmale, nämlich das Grabder Cäcilia Metella, des C r a ss u S Fra» /Nichtgesehen, obnerachtet er, als ein Liebhaber der Jagd,weit nnd breit ausser Rom nmher gestreifet ist. Essind daher ans besagten Ursachen, ausser dem Giu-lio Romano, wenig berühmte Künstler von ge-bornen Römern aufgestanden; die mehresten, wel-che in Rom ihren Ruhm erlanget haben, sowohlMaler, als Bildhauer und Baumeister, warenFremde, nnd es thut sich auch izo kein Römer inder Kunst hervor. Dieser Erfahrung zufolge nenneich ei» Vorurtheil, geborne Römer zu Zeichnernder Gemälde einer Galerie in Deutschland mit gro-ßen Kosten verschrieben zuhaben, wo man geschiktereKünstler fand.
K. 8. Bei angehender Zugend ist diese Fähig-keit, wie eine jede Neigung, in dunkele und ver-worrene Rührungen eingehüllet, und meldet sich wieein fliegendes Juken in der Haut, dessen eigentli^chen Ort man im Krazen nicht treffen kaii. Es istdieselbe in wohlgebildeten Knaben eher, als in an-dern, zu suchen, weil wir insgemein denken wiewir gemachet sind, in der Bildung aber weniger,als im Wesen und in der Gemüthsart : ein weichesHerz und folgsame Sinnen sind Zeichen solcherFähigkeit. Deutlicher entdeket sich dieselbe, wen inLesung eines Scribenten die Empfindung zärtlichergerühret wird, wo der wilde Sin iiberhin fähret, wiedieses verschiedentlich geschehen würde in der Rededes GlaukuS an den DiomedeS, welches dierührende Vergleichung des menschlichen Lebens mitBlättern ist, die der Wind abwirft, und die im
j) Winckelman meint hier die dr esd»er Galeric undden damaligen Director derselben, den Herrn von Hei-«ecken, welcher dieses Vorurtheil hegte. Fernvw.