des Schonen ic.
deren Urtheil das seinige sich bisher gegründet habe,ES wurden verschiedene Briefe zwischen uns gewech-selt über ein rundes Werk in der Villa Panphili/mit erhobenen Figuren/ welches er für das alleräl-teste Denkmal der griechischen Kunst hielt/ und ichhingegen für eines der spatesten unter den Kaisern.WaS für Grund hatte dessen Meinung? Man hattedas Schlechteste für das Älteste angesehen; undmit eben diesem Systema gehet Natter in seinen ge-schnittenen Steine» / weiches aus dem/ was er überdie dritte und sechste Kupferplatte vorbringet/ zuerweisen ist. Eben so falsch ist dessen Urtheil überdas vermeintliche hohe Altertum der Steine auf derachten bis zur zwölften Platte: er gehet hier nachder Geschichte/ und glaubet/ eine sehr alte Bege-benheit/ wieder Tod des OthryadeS ist/ müßeauch einen sehr alten Künstler vorauSsezen. l) Durchsolche Kenner ist der vorgegebene Seneea i m B a-de/ in der Villa B orghese / in Achtung gekommen/welcher ein Gewebe von strikmäßigen Adern ist/und in meinen Augen der Kunst des Altertums kaum
i) IVatter, IValtv 1a Äntiijue «Ze Ai'livei' o»
piei'reü llnes etc. I^»xl, 1754. kol> Er gibt auf der3 Kupfertafel drei ägyptische Gemme»/ deren Ar-beit von keiner sonderlichen Schönheit ist/ bei denen craber doch/ so wie bei der Gemme auf der 6 Tafel/ aufdas frühere Alter ihrer Verfertigung nicht sowohl ausder schlechten Zeichnung der Figuren/ als vielmehraus dem »och sehr U n b eh n lfli ch en n» dem Me-chanischen des Schnittes/ »n schlicken scheint;»eii auf diesen leztern Umstand nahm u durchgehendsam meisten Nükficht.
In dem/ was cr über die 8 bis zur j2 Kupsertasel/und besonders bei der 1t und 12 Gemme sagt/ die beideden Tod des Sthr»ades vvrstellc»/ finde ich gleichfallsnichts/ was den ihm von Winckelm a>1 gemachte» Nor-wnrf verdient hatte. Eschenburg.
Winckelman, 1,