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du aber in die Geheimnisse der Kunst einzudringen/so wirst du ein Wunder derselben erbliken / wendu dieses Werk mit einem ruhigen Auge betrachtest.Zllsdeii wird dir Herkules wie mitten in allen ^seinen Unternehmungen erscheinen/ und der Heldund der Gott werden in diesem Stüke zugleichsichtbar werden.
§. 6. Da / wo die Dichter aufgehöret haben /hat der Künstler angefangen. Jene schwiegen/ so-bald der Held unter die Götter aufgenommen/ undmit der Göttin der ewigen Jugend ist vermähletworden; dieser aber zeiget uns denselben in einervergötterten Gestalt/ und mit einem gleichsam un-sterblichen Leibe/ welcher dennoch Stärke und Leich-tigkeit zu den großen Unternehmungen/ die er voll-bracht/ behalten hat.
ß. 7. Ich sehe in den mächtigen Umrissen diesesLeibes die unüberwundene Kraft des Besiegers dergewaltigen Niesen/ die sich wider die Götter empö- >»reten/ und in den phlegräifchen Feldern von ihmerleget wurden; und zu gleicher Zeit stellen mir diesanften Züge dieser Umrisse/ die das Gebäude desLeibes leicht gelenksam machen/ die geschwindenWendungen desselben in dem Kampfe mit dem Ache-lous vor/ der mit allen vielförmigen Verwandlun-gen seinen Händen nicht entgehen konte.
§. 8. In jedem Theile des Korpers offenbaretsich/ wie in einem Gemälde/ der ganze Held in einerbesonderen That/ und man siehet/ so wie die rich-tigen Absichten in dem vernünftigen Baue einesPalasteS/ hier den Gebrauch/ zu welcher That einjedes Theil gedienet hat.
§. 9. Ich kan das Wenige/ was von der Schul-ter noch zu sehen ist/ nicht betrachten/ ohne mich «zu erinnern / daß auf ihrer ausgebreiteten Stärke/ 1wie auf zwei Gebirgen / die ganze Last der himli-