in der Kunst.
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welcher ihr das Wasser aus' dem Munde/ wel-cher nach Luft zu schnapcn scheinet/ laufen will:den sie soll vor Begierde sch mach tend aussehen.Sollte man glauben/ daß ein solcher Mensch in Nomeinige Jahre unterhalten gewesen/ das Altertum nach-zuahmen ! Eine C haritas von Bernini an einemder päbstlichen Grabmäler in S. Peter zu Nomsoll liebreich und mit mütterlichen Augenauf ihre Kinder sehen: es sind aber viel widerspre-chende Dinge in ihrem Gesichte; das Liebreicheist ein gezwungenes/ satyrischeS Lachen/ da-mit ihr der Künstler seine ihm gewöhnliche G r a ti e/die Grübchen in den Wange»/ geben konte.In Vorstellung der Betrübniß gehet er bis aufdas Haarausreifsen/ wie man auf vielen berühm-ten Gemälden / welche gestochen sind/ sehen kan.
§. S. Die Bewegung der Hände/ welchedie Gebärden begleiten/ und deren Haltung über^Haupt/ ist an alten Statuen wie an Personen/ dievon niemand glauben beobachtet zu werden; undob sich gleich wenig Hände an denselben erhalten ha-ben, so siehet man doch an der Richtung des ArmS/daß die Bewegung der Hand natürlich gewesenist. Diejenigen/ welche die mangelnden oder zerstüm-melten Hände ergänzet/ haben ihnen vielmals/ sowie an.ihren eigenen Werken/ eine Haltung gege-ben/ die eine Person vor dem Spiegel machenwurde/ welche ihre vermeinte schone Hand denen,die sie bei ihrem Puze unterhalte»/ so lange und sooft sie kan/ im völligen Lichte wollte sehenlassen. Im Ausdruke sind die Hände insgemeingezwungen/ wie eines jungen Anfängers auf derKanzel. Fasset eine Figur ihr Gewaud/ so hält siees wie Spinnewebe. Eine Nemesis/ welcheans alten geschnittenen Steinen gewöhnlich ihr P e-plum von dem Bnsen sanft in die Höhe hält/