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1 (1825)
Entstehung
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210
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Betrachtung der

heit/ wie eine jugendliche; aber da alles ein-fache Mannigfaltige in allen Dingen schwererist/ als' das Mannigfaltige an sich: so ist eben ^deßwegen eine schöne jugendliche Figur groß zuzeichnen (ich verstehe in dem möglichen Grade derVollkommenheit/) das Schwerste. Die Überzeugungist für alle Menschen auch von dem Kopfe allein.Nehmet das Gesicht der schönsten Figur in neuerenGemälden/ so werdet ihr fast allezeit eine Personkennen / die schöner ist; ich urtheile nach Rom undFlorenz/ wo die schönsten Gemälde sind.

§. 12. Ist ein Kunstler mit persönlicher Schön-heit, mit Empfindung des Schönen/ mit Geist undKentniß des Altertums/ begäbet gewesen/ so wares Raphael; und dennoch sind seine Schönheitenunter dem Schönsten in der Natur. Ich kennePersonen/ die schöner sind als seine un vergleich-lich e Madonna im Palast Pitti zu Florenz/ und ,als AlcibiadeS in der Schule von Athen: die ^Madonna desCorreggio ist keine hohe Idee, !noch die vom Maratta in der Galerie zu Dresden/ohne Nachtheil von den ursprünglichen Schönheiten inder N a ch t des erster» zu reden: die berühmte Venusvom Titian in der Tribunezu Florenz ist nach dergemei nen Natur gebildet. Die Köpfe kleinerer Fi- !gnren vom Alb an o scheinen schön; aber vom Kleinenin'S Große zu gehen/ ist hier fast/ als wen man/ nachErlernung der Schifkunst aus Büchern/ die Füh-rung eines Schiffes im Ocean unternehmen wollte.Poussiil/ welcher das Altertum mehr als seineVorgänger untersuchet, hat sich gckant/ und sich nie-mals in'S Große gewaget.

§. 1Z. Die Griechen aber scheinen Schönheitenentworfen zu haben/ wie ein Topf gedrehct wird: ^den fast alle Münzen ihrer freien Staaten zeigenKöpft / die vollkommener sind von Form / als was