der Gedanken!t.
italiänischen Schule; ja aus jeder Figur würde mandas Vaterland des KünstlerS/ ohne Belesenheit/ >.rra-thcn können. Nach des DemokrituS Vorgeben^ sollen wir die Götter bitten/ „ daß uns nur glük-„ liche Bilder vorkommen/ " und dergleichen Bil-der sind der Alten ihre.
K. Die Nachahmung der Alten i n i h-rein Umrisse völlig gebildetet Körper kaiiunsern Künstler»/ wen man will/ eine Ausnahme inAbsicht der siamingischen Kinde r gestatten. DerBegrif einer schönen Form läßt sich bei jungenKindern nicht eigentlich anbringen. Man saget: einKind ist schön und gesund; aber der AuSdrukder Form begreift schon die Reife gewisser Jahrein sich. Die Kinder vom Fiamingo sind izo bei-nahe wie eine vernünftige Mode/ oder wie cmher sch end er Geschmak/ dem unsere Künstlerbillig folgen/ und die Akademie in Wien/ welche5 geschehen lasse»/ daß man den antikett Cupido denAbgüssen vom Fiamingo nachgesezet/ hat dadurchvon der Vorzüglichkeit der Arbeit neuerer Künstlerin Kindern über eben die Arbeiten der Alten keineEntscheidung/ wie mich däuchet/ gegeben; welchesder Verfasser des Sendschreibens aus dieser an-gebrachten Nachricht möchte ziehen wollen. DieAkademie ist bei dieser Nachsicht dennoch bei ihrer ge-sunden Lehrart und Anweisung zur Nachahmung desAltertums geblieben. Der Künstlers) welcher demVerfasser diese Nachricht mitgetheilet/ ist/ so vielich weiß/ meiner Meinung. Der ganze Unterschiedist dieser: die alten Künstler gingen auch in Bil-dung ihrer Kiuder über die gewöhnliche Mtur,
i) plutarcll. Vit> ^mll. Lc. >>)
* 2) c§. 72.Z
Z) Der Maler ösev. Fernow.