Erläuterung
nins annehmen können. Oder es ist dem Malerergangen/ wie dem berühmten La Fage/ den manfür einen großen Zeichner halten kan: man ?saget, sobald er die Palette ergriffen und malenwollen/ habe er seine eigene Zeichnung verdorben.DaS Wort geringer beim Plinius gehet alsonicht auf den Umriß. Mich däuchet/ es können desParrhasiuS Gemiilde ausser den Eigenschaften / die >ihnen obige Erklärung gibt/ nach Anleitung derWorte deS PliniuS/ auch noch diesen Vorzug ge-habt haben/daß die Umrisse sanft in den Hin-tergrund vermalet und vertrieben worden/welches sich in den mehresten übrig gebliebenen Ma-lereien der Alten/ und in den Werken neuerer Mei-ster zu Anfange des fechzehenten Jahrhunderts/nicht findet/ in welchen die Umrisse der Figurenmehrentheils hart gegen den Grund abgeschnittensind. Der vermalte Umriß aber gab den Figu- )ren des ParrhasiuS dennoch allein ihre wahreErhoben heit und Ründung nicht/ da die Theilederselben nicht gehörig erhöhet und vertieft waren;und hierin war er also unter sich selbst herunter zusezen. Ist ParrhasiuS der Größte im Um-risse gewesen/ so hat er eben so wenig in dasMagere als in die Schwulst verfallen können.')Z. -io. Was desZeuxis weibliche Figuren betrift /die er nach Homers Begriffen stark gemacht/ soist daraus nicht zu schließen/ wie in dem Send-schreiben geschehen/ daß er sie stark/ wie Ru-bens'/ das ist/ zu sleischicht gehalten. Es ist zuglauben/ daß das spartanische Frauenzimmer/ ver-möge seiner Erziehung / eine gewisse mänliche ju-gendliche Form gehabt hat/ und gleichwohl waren zes/ nach dem Bekentnisse des ganzen Altertums/die größten Schönheiten in Griechenland; und0 cMan vergleiche G. d. K. S B. Z K. 24 §. Nv t e.I
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