Erläuterung
gemein sein sollen/ und sie sezcn allezeit eine nichtgeringe vorläufige Einsicht voraus. Unterdessen sinddie Urtheile vieler Scribenten über der Alten ihreWerke in der Kunst zuweilen nicht reifer/ als man-che Urtheile über ihre Schriften. Könte man vonjemand/ der von den schönen Künsten überhauptschreiben wollen/ und die Quellen derselben so we-nig gekaut hat/ daß er dem ThncydideS/ dessenSchreibart dem Cicero/ wegen ihrer körnigenKürze und Höhe/ wie er selbst bekennet / dun-kel war/ den Charakter der Einfalt andichtet;2)könte man / sage ich/ von einem solchen Richter einwahres Urtheil über die griechischen Werke in derKunst hoffen? Auch in einer fremden Tracht mußThncydides niemanden also erscheinen. Ein an-derer Schriftsteller scheinet mit dem Diodor vonSicilien eben so wenig bekant znsein/ da er ihnfür einen Geschichtschreiber hält/ der den Zierlich-keiten nachläuft.^) Mancher bewundert auch et-was an der Arbeit der Alte»/ was keine Aufmerk-samkeit verdienet. „ Kennern (sagt ein Neisebe-„ schreiber/^) ist der Strik/ mit welchem Dirce an„ den Ochsen gebunden ist/ das Schönste an dem„ größten Grupo aus dem Altertum/ welches un-„ ter dem Namen ü ?arvese bekant ist."
miser! seizroia cui Niente salillum,
§. 37. Ich kenne die Verdienste der neuern Künst-ler/ die in dem Sendschreiben denen aus dem
1) <^ie. Lrut. e. 7 et 33.
2) <Üon5!6ei'at!()Q8 sur les revuluUons äes arts, Paris 1785.x. ZZ.
3) O^conrs 5ur greccsue, p. 46.
4) I^ouveau vo^age ^tlollande, 60 «!e Luisseet ü'lwlie, xar Mr. 6e klainville.