der Gedanken;e. iss
Glük für die alten Griechen und für ihre Künstler/daß ihre Körper eine gewisse jugendliche Völligkeiti halten; sie müßen aber dieselbe gehabt haben: denda an griechischen Statuen die Knöchel an den Hän-den ekig genug angemerket sind / welches an andernin dem Sendschreiben benanten Orten nicht ge-schehen ist/ so ist eS sehr wahrscheinlich/ daß sie dieNatur also gebildet unter sich gefunden haben.Der berühmte borg he fische Fechter von derHand des Agasias von Ephesus hat das Ekige unddie bemerkten Knochen nicht/ wo es die Neuernlehren: er hat es hingegen / wo eS sich an anderengriechischen Statuen befindet. Vielleicht ist derFechter eine Statue/ welche ehemals an Orten/wo die großen Spiele in Griechenland gehalten wur-den/ gestanden hat/ wo einem jeden Sieger derglei-chen gesezet wurdet) Diese Statuen mußten sehrgenau nach eben der Stellung/ in welcher der Sie-ger den Preis erhalten hatte/ gearbeitet werden/und die Richter der olympischen Spiele hielten überdieses Verhältniß eine genaue Aufsicht : 2) ist nichthieraus zu schließen/ daß die Künstler alles nach derNatur gearbeitet haben?
§.36. Von dem zweiten und dritten Punk-te meiner Schrift ist bereits von vielen geschriebenworden: meine Absicht/ wie es von selbst zeigen kaii/war also nur/ den Vorzug der Werke der altcn Grie-chen und die Nachahmung derselben mit Wenigemzu berühren. Die Einsicht unserer Zeiten fordertsehr viel von Beweisen in dieser Art/ wen sie all-
ZZ tG. d. K. 5 N. 1 K. 40 §. Lessings Briefe an-tiquarischen Inhalts, Z5 — Z? Br. und La»-koon/ im 2S Abschnitt.!