der Gedanken:c. 135
deutete, Man findet auch/ daß die griechischenKünstler an diesem Orte die Sparsamkeit der Na-tur bei ihnen nachgeahmet haben.
§.22. In Griechenland selbst war unterdessenallezeit derjenige Stam von der Nation / in welchemsich die Natur freigebig / doch ohne Verschwendung/erzeigete. Ihre Colonien in fremden Ländern hattenbeinahe das Schiksal der griechischen Beredsamkeit/wen diese aus ihren Gränzen ging. „ Sobald die„Beredsamkeit/ (sagt Ciceros) aus dem athe-niensischen Hafen auslief/ hat fie in allen Inseln/welche fie berühret hat/ und in ganz Afien/ wel-cheS fie durchzogen ist/ fremde Sitten angenom-„ inen / und ist völlig ihres' gesunden attischen AuS-„drukS/ gleichsam wie ihrer Gesundheit/ beraubetworden. " Die Ionier/ welche NileuS nach derWiederkunft der Herakliden aus Griechenland nachAfien führete/ wurden unter dem Heisseren Himmelnoch wohllüstiger. Ihre Sprache hatte/ wegen dergehäuften Vocale in einem Worte / noch mehr Spie-lendes. Die Sitten der nächsten Inseln waren un-ter einerlei Himmelstrich von den ionischen nicht ver-schieden. Eine einzige Münze der Hnsel LesboS kanhier zum Beweise dienen. In der Natur ihrerKörper muß fich also auch eine gewisse Abartung von-ihren Stamvätern gezeiget haben.
S. 23. Noch eine größere Veränderung muß un-ter entfernteren Colonien der Griechen vorgegangensein. Diejenigen/ welche fich in Afrika / in der Ge-gend Pithekussä niedergelassen hatten/ fingen an/ dieAffen so ernstlich/ als die Eingebornen/ anzubeten; fienenneten ihre Kinder sogar nach diesem Thiere.
Z) (^0^. t. 2. ilid. 14.
4) viodor 8ic. I. 20. 53.)